Kryptowährungen sind trotz aller Ungebundenheit doch von staatlichem Wohlwollen abhängig. Käme es beispielsweise in Europa oder den USA zu einem generellen Verbot, hätte dies wahrscheinlich dramatische Auswirkungen auf die Kurse. Doch zuletzt deuteten alle Signale auf Grün.
In den USA hat Präsident Joe Biden vor kurzem eine Anweisung unterzeichnet, die den Regulierungs-Kurs der nächsten Jahre grob skizziert. Der daran bekundete Wille, für Inovation zu sorgen, ließ Skeptiker aufatmen. Die Kurse von zahlreichen Kryptowährungen zogen daher zuletzt deutlich an.
Joe Biden bekent sich zu Inovation, die Kurse steigen
In der sogenanten Executive Order legt Biden fest, wie der Rahmen der nächsten gesetzlichen Maßnahmen aussehen wird. Darin bekenen sich die USA zu ihrer internationalen Führungsrolle im Finanzwesen, zur Finanzmarktstabilität und zu verantwortungsvollen Inovationen. Gleichzeitig kündigt er an, die Einführung einer staatlichen digitalen Währung durch die Zentralbank überprüfen zu wollen.
Die amerikanische Finanzministerin Janet Yellen, die vor wenigen Jahren noch selbst die FED geleitet hatte, bezeichnete diese Vorhaben als einen konstruktiven Ansatz der US-Regierung. Pessimisten hatten im Vorfeld der Veröffentlichung dieses Erlasses befürchtet, dass er zahlreiche Hürden für die Weiterentwicklung von Kryptowährungen enthalten könte. Dies ist nun jedoch nicht der Fall.
Natürlich könten diese im Zuge der einzelnen Maßnahmen im Detail noch auftauchen, doch grundsätzlich zeigt sich die Regierung Biden offenbar bereit weiterhin digitale Inovationen im Finanzsektor zumindest nicht zu behindern. Entsprechen fielen auch die Reaktionen der Investoren aus. Zahlreiche Kryptowährungen legten in den letzten Tagen deutlich zu, darunter Bitcoin, Ethereum, Binance Coin, HEX, Cardano und Solana.
Europa und die Briten ziehen nach
In den nächsten Tagen wird ein Bericht der britischen Regierung zum Thema erwartet. Auch dieser soll grundsätzlich positiv ausfallen und Krypto fördern, statt zu behindern. Selbst in Europa verspüren die Gegner von Kryptowährungen deutlich Gegenwind.
Die von einigen deutschen Abgeordneten der SPD, Grünen und Die Linke forcierte Möglichkeit eines Verbots vom Bitcoin ist vom Tisch. Dies bestätigte der deutsche Europaabgeordnete Dr. Stefan Berger. Er ist der offizielle Berichterstatter für das MiCA-Regulierungsvorhaben, das so ein Verbot möglich machen hätte könen.
Damit die Vorzeichen günstig, dass sich Kryptowährungen inerhalb eines neu definierten, gesetzlichen Rahmens weiterentwickeln könen.



