Netflix macht Jagd auf den Kryptokönig

Zusammenfassung:Niemand verliert gerne seine Brieftasche. Besonders ärgerlich wird es allerdings, wenn es sich um eine digitale Wallet mit jeder Menge Kryptowährungen handelt. Ist diese weg, dann sind nicht Führerschein und Bargeld verschwunden, sondern im konkreten Fall sogar ein Vermögen von 190 Millionen Dollar.

Netflix macht Jagd auf den Kryptokönig

Niemand verliert gerne seine Brieftasche. Besonders ärgerlich wird es allerdings, wen es sich um eine digitale Wallet mit jeder Menge Kryptowährungen handelt. Ist diese weg, dan sind nicht Führerschein und Bargeld verschwunden, sondern im konkreten Fall sogar ein Vermögen von 190 Millionen Dollar.

Das ist die Ausgangssituation von „Vertraue niemandem: Die Jagd nach dem Kryptokönig. Die neue Netflix True-Crime-Doku startet heute auf dem Streaming-Sender. Dabei fragt sich die Zuseher mehr als nur einmal: Wie kan das sein?

Wo sind die Passwörter?

Neue Technologien bergen immer das Risiko von Missbrauch oder Verbrechen. Das musste auch die Kryptoszene in den letzten Jahren mehrfach zur Kentnis nehmen. Manche diese Raubzüge gestalten sich spektakulär, so auch jener, der in „Vertraue niemandem: Die Jagd nach dem Kryptokönig porträtiert wird.

Im Mittelpunkt der Doku steht Gerald Cotten. Der geniale Kopf hinter der schwarzen Brille gründete vor einigen Jahren die erste Krypto-Börse Kanadas. Damals war Krypto bereits in aller Munde, das machte er sich zunutze. Viele Anleger entdeckten seine Börse QuadrigaCX und legten ihr Geld dort an. Doch anstatt der erhofften satten Gewine, erlebten sie ein böses Erwachen.

115.000 Kunden betroffen

Den Cotten verstarb plötzlich während einer Reise nach Indien. Als seine Witwe dessen Unternehmen übernehmen wollte, stellte sie entsetzt fest, dass offenbar nur ihr Eheman das Passwort zu den Wallets von QuadrigaCX kante. 115.000 Kunden hatten zuvor rund 190 Millionen Dollar angelegt und nun keinen Zugriff mehr.

Als wäre dies noch nicht schlimm genug, stellt sich bald heraus, dass es gar keine Wallet gab, die so eine große Summe beherbergte. Jene Wallets, die sich QuadrigaCX zuordnen ließen, waren offenbar schon vor längerer Zeit leergeräumt worden.

Auf der Spur des Geldes

Zahlreiche Geschädigte beganen sich zu vernetzen, um den Vorgängen auf die Spur zu kommen. Sie vermuteten, dass es sich bei der Krypto-Börse lediglich um ein Schneeballsystem gehandelt haben muss, das Geld bleib verschwunden.

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