Airbnb-CEO: KI ist das Beste für das Unternehmen, Aktie steigt um 17%

Zusammenfassung:Die Airbnb-Aktie sprang am Freitag um 17 Prozent auf ein Vierjahreshoch, nachdem CEO Brian Chesky konkrete KI-Erfolge präsentierte: Der Umsatz wuchs im zweiten Quartal um 17 Prozent auf 3,61 Milliarden Dollar, der Gewinn je Aktie stieg auf 1,37 Dollar. Der KI-Assistent löst rund 45 Prozent der Kundenanliegen ohne menschliches Personal, senkte die Supportkosten pro Buchung um 16 Prozent und verkürzte die Produktentwicklungszeit um 60 Prozent. Zudem hob Airbnb die Jahresprognose an und peilt eine EBITDA-Marge von mindestens 35,5 Prozent an. Hotels und expandierende Märkte treiben das Wachstum zusätzlich. Allerdings liegt das durchschnittliche Analystenkursziel mit etwa 159 Dollar unter dem Schlusskurs von rund 178 Dollar – die Frage ist, ob der Markt die Erfolge bereits eingepreist hat.

Die Airbnb-Aktie erreichte am Freitag ein Vierjahreshoch und stieg um 17%, nachdem der CEO einen der klarsten Unternehmensbeiträge zur konkreten Nutzung von KI präsentierte. Brian Chesky behauptete nicht nur, dass KI wichtig ist, sondern zeigte den Investoren auch eine konkrete Zahl.

Der Umsatz im zweiten Quartal stieg um 17% auf 3,61 Milliarden USD. Damit übertraf Airbnb die Prognose der Wall Street von etwa 3,57 Milliarden USD. Der Gewinn je Aktie erhöhte sich auf 1,37 USD von 1,03 USD im Vorjahr. Der Bruttobuchungswert stieg um 16% auf 27,2 Milliarden USD. Die Zahl der gebuchten Nächte und Sitzplätze wuchs um 10% auf 148,3 Millionen. Zudem hebt Airbnb seine Umsatzwachstumsprognose für das Gesamtjahr auf mindestens ein mittleres Zehnprozentniveau an, nachdem bisher ein niedriges bis mittleres Wachstum erwartet wurde.

Wie KI die Kosten bei Airbnb um 16% senkte

Der Earnings Call hebt zentrale Zahlen hervor. Die Kosten für den Kundensupport pro Buchung sanken im Jahresvergleich um 16%. Der KI-Assistent von Airbnb löst inzwischen fast 45% der Anliegen ohne einen menschlichen Mitarbeiter. Chesky sagte zudem, dass KI die Zeit von der Produktidee bis zur Markteinführung um 60% reduziert hat und Airbnb damit fast 80% mehr Funktionen als im Vorjahreszeitraum bereitstellen konnte.

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„KI ist das Beste, was Airbnb je passiert ist, sagte Chesky im Earnings Call für das zweite Quartal.

Das ist im größeren Kontext wichtig, da Investoren zunehmend ungeduldig werden, weil Ausgaben für KI messbare Ergebnisse liefern sollen. Große Technologieunternehmen investieren hunderte Milliarden in KI-Infrastrukturen, deren Ergebnisse aber weiterhin schwer zu messen sind.

BeInCrypto beobachtete diese Fragestellung im Hinblick auf die aktuelle Berichtssaison. Airbnb gibt nun eine konkrete Antwort: geringere Kosten, schnellere Produktentwicklung und eine angehobene EBITDA-Marge von mindestens 35,5%.

Airbnb zeigte einen starken Ausschlag, als das Unternehmen belegte, wie KI das Geschäft verbessern kann. Bildquelle: Trading ViewHotels und neue Märkte treiben das Wachstum

Zusätzlich zur KI stellte Airbnb den Investoren zwei weitere Wachstumsfaktoren vor. Hotelübernachtungen auf der Plattform wachsen etwa dreimal so schnell wie Übernachtungen in Wohnungen. Etwa 35% der erstmaligen Hotelgäste kehrten später zurück, um ein Zuhause zu buchen. Dies deutet darauf hin, dass Hotels neue Reisende anziehen, statt diese vom Kerngeschäft abzuziehen.

Expandierende Märkte wuchsen etwa doppelt so schnell wie Kernmärkte, während die Zahl der Erstbucher um 11% stieg. Im Quartal übertraf Airbnb damit auch die Konkurrenz: Expedia meldete für das zweite Quartal ein Umsatzwachstum von 14%. Booking Holdings wuchs noch langsamer, laut Airbnbs Bericht zum zweiten Quartal. Nach einer intensiven Berichtswoche gibt es zudem wichtige US-Aktien für August zu beobachten.

Kann die Airbnb-Aktie weiter steigen?

Allerdings setzen Analysten das Kursziel von Airbnb auf rund 159 USD fest, was etwa 11% Rückgang gegenüber dem Schlusskurs am Freitag von rund 178 USD bedeutet. Die Standardprognose geht von etwa 12% jährlichem Umsatzwachstum aus, deutlich weniger als die aktuell von Airbnb gemeldeten 17%. Das Unternehmen muss dieses Wachstum also nicht dauerhaft halten, um den aktuellen Kurs langfristig zu rechtfertigen.

Für Investoren, die nach einem Anstieg von 46% in den letzten sechs Monaten und einem Tagesplus von 17% einsteigen, stellt sich nicht mehr die Frage, ob Airbnb erfolgreich ist. Es geht darum, ob dies vom Markt bereits eingepreist wurde.

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