Die Vereinigten Staaten haben Japan am 1. August bei einer seltenen Währungsintervention zur Unterstützung des Yen begleitet, dies war das erste gemeinsame Kaufen des Yen seit 2011. Trotzdem fordert Tokio, dass die US-Regierung aufhört, Mario, Pokémon und Naruto in ihren offiziellen Memes zu benutzen.
Während die Vereinigten Staaten wichtige Schritte zur Stärkung der japanischen Währung unternehmen, äußert Japans Regierung weiterhin Sorgen wegen Urheberrechtsverletzungen. Tokio drängt Washington daher, die geliebten Marken des Landes nicht mehr ohne Erlaubnis in offiziellen Beiträgen in sozialen Medien zu nutzen.
Washington: Unterstützung für den Yen
Der Yen war auf etwa 163,7 je USD gefallen, das niedrigste Niveau seit rund vierzig Jahren, bevor die gemeinsame Aktion ihn auf ungefähr 155 zurückbrachte. US-Präsident Trump beschrieb die koordinierte Währungsintervention dabei als Zeichen des guten Willens, nicht als grundlegenden Politikwechsel.
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„Sie haben einen schwachen Yen, und sie wollten ein wenig Hilfe. Und wir sind immer für Japan da.
US-Präsident Trump, Al Jazeera
Finanzminister Scott Bessent erklärte, dass die Vereinigten Staaten gemeinsam mit dem japanischen Finanzministerium Yen gekauft haben. Washington unterstützt nach eigenen Angaben zudem Tokios Kurs, eine nach Einschätzung der Behörden unterbewertete Währung zu stabilisieren. Das letzte Mal, dass die Vereinigten Staaten zur Unterstützung des Yen eingegriffen haben, war 1998.
Tokios weiteres Anliegen
Auch wenn die Zusammenarbeit bei der Währung erfolgreich war, verfolgt Japans Außenministerium eine eigene Beschwerde weiterhin. Die Beamten betonen, die US-Regierung habe wiederholt Figuren aus Nintendo, Pokémon und Naruto ohne Erlaubnis in Memes und Videos bei sozialen Medien genutzt, teils auch in Clips, die Spielszenen mit Inhalten über das Militär vermischen.
MAGA ????????⚡️ pic.twitter.com/8QRVP23zGu
— The White House (@WhiteHouse) March 5, 2026
Laut Japans Außenministerium ist dieses Verhalten selbst für Behörden unangemessen. Die Rechteinhaber müssten immer zustimmen, unabhängig davon, wer veröffentlicht. Die Beschwerden laufen seit März über diplomatische Kanäle. Zum Beispiel wird ein Beitrag von März auf dem offiziellen White-House-Konto bei X genannt, in dem Nintendo-Wii-Elemente mit Bildern von Angriffen im Iran zusammengefügt wurden.
UNDEFEATED. pic.twitter.com/Jt69bcag5y
— The White House (@WhiteHouse) March 12, 2026
Die Pokémon Company hat bereits erklärt, keine Erlaubnis für den Einsatz ihrer Figuren in Regierungsinhalten gegeben zu haben. Das Thema hat zudem japanische Abgeordnete beschäftigt, eine Fan-Petition erreichte internationale Aufmerksamkeit.
Ob die gemeinsame Aktion beim Yen auch auf den Streit um die Markenrechte positiv wirkt, bleibt unklar. Beide Regierungen zeigen, dass sie am Währungsmarkt schnell zusammenarbeiten können. Doch bei Mario ist bisher keine Einigung in Sicht.

