KOSPI und Nikkei geben Gewinne ab: SoftBank und SK Hynix fallen

Zusammenfassung:Die japanischen und südkoreanischen Aktienmärkte gaben am Freitag anfängliche Gewinne wieder ab. Der KOSPI fiel um mehr als ein Prozent, der Nikkei 225 gab ebenfalls nach, belastet vor allem von Speicherchip-Aktien. SoftBank Group verlor 3,69 Prozent, SK Hynix 4,82 Prozent. Auslöser waren gesenkte Kursziele von Citigroup und Jefferies sowie eine verhaltene SanDisk-Prognose. Goldman Sachs warnte, voll bewertete Chip-Hersteller seien anfällig für deutliche Rückgänge. Auch die schwache Wall Street vom Vortag verstärkte den Druck. US-Arbeitsmarktdaten fielen etwas besser aus als erwartet. Zudem beobachteten Händler die Lage im Nahen Osten, da die USA und Iran keine Einigung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus erzielt haben. Die weitere Entwicklung dürfte von den Geschäftszahlen der Speicherchip-Branche und den Hormus-Gesprächen abhängen.

Japanische und südkoreanische Aktienmärkte haben am Freitag anfängliche Gewinne wieder abgegeben. Der KOSPI fiel um mehr als 1%, während der Nikkei 225 ebenfalls leicht nachgab, da Aktien von Speicherchip-Unternehmen ihren seit Wochen anhaltenden Abwärtstrend fortsetzten.

Die Aktie der SoftBank Group verlor 3,69% und SK Hynix sank um 4,82%, was beide Indizes zusätzlich belastete. Schwacher Handel an der Wall Street in der vergangenen Nacht verstärkte den Rückgang an den asiatischen Märkten.

Asiatische Indizes geben anfängliche Gewinne ab

Der KOSPI startete 1,1% höher bei 6.365,07 Punkten. Er stieg bis auf 6.415,60, bevor die Verkäufer den Markt übernahmen. Danach fiel der Index auf 6.221,60 und lag damit 74,79 Punkte oder 1,19% unter dem Schlusskurs vom Donnerstag von 6.296,39.

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Der KOSPI fällt im Vergleich zu gestern weiter. Bildquelle: Trading View

Auch der Nikkei 225 in Japan zeigte eine ähnliche Entwicklung. Nach einem höheren Start bei 65.746,13, also über dem Schlusskurs vom Donnerstag bei 65.683,04, drehte der Index und fiel auf 65.193,16, was ein Minus von 489,88 Punkten bzw. 0,75% bedeutet. Die Kurse schwankten in der Session zwischen 64.651,49 und 65.990,72.

Der Nikkei notiert unter dem Schlusskurs von gestern. Bildquelle: Trading View

Die SoftBank Group, ein Schwergewicht im Nikkei 225, sank um 3,69% auf 5.485 Yen. SK Hynix war mit minus 4,82% auf 1.423.000 Won der größte Verlierer im KOSPI. Samsung Electronics hingegen legte um 0,43% auf 231.500 Won zu.

Verkauf von Speicherchip-Aktien belastet das Sentiment

Der Rückgang setzt eine breitere Neubewertung fort, die bereits in den letzten Wochen zu einem starken Abverkauf der SanDisk-Aktie geführt hat. Kioxia, ein japanischer Flash-Speicher-Hersteller, verlor am Freitagvormittag 2,03% auf 47.750 Yen.

Citigroup und Jefferies senkten die Kursziele für Speicherchip-Aktien in dieser Woche. Grund dafür war eine zurückhaltende Prognose von SanDisk, deren Quartalszahlen zwar über den Erwartungen lagen, jedoch keine bessere Aussicht lieferten.

Goldman Sachs teilte mit, dass voll bewertete Kurse Chip-Hersteller anfällig für deutliche Kursrückgänge machen. Schon leicht zurückhaltende Perspektiven können einen Abverkauf auslösen, selbst wenn die Spitzenwerte in den Quartalszahlen erreicht werden, so die Bank.

Die Wall Street hatte am Donnerstag insgesamt schwächer geschlossen, was das Sentiment in Asien zusätzlich belastete. Der Nasdaq Composite verlor 0,06% und der S&P 500 fiel um 0,18%. Der Dow Jones Industrial Average beendete eine ununterbrochene Serie von fünf Gewinntagen mit einem Minus von 0,85%.

Die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA für die Woche bis zum 1. August lag bei 199.000, etwas unter den Prognosen. Das deutet auf anhaltende Stärke am Arbeitsmarkt hin. Trader beobachteten zudem die Lage im Nahen Osten, da die Vereinigten Staaten und Iran noch keine Einigung erzielt haben, um die Straße von Hormus wieder zu öffnen.

Ob sich KOSPI und Nikkei stabilisieren, dürfte unter anderem von den Geschäftszahlen aus dem Speicherchip-Segment sowie den Fortschritten bei den Hormus-Gesprächen abhängen.

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