Chinas Exporte steigen um 23,9 % im Jahresvergleich, Chip-Nachfrage wächst deutlich

Zusammenfassung:Chinas Exporte stiegen im Juli im Jahresvergleich um 23,9 Prozent in US-Dollar und lagen damit leicht über den Prognosen der von Reuters und Bloomberg befragten Ökonomen, blieben aber hinter dem Juni-Wachstum von 27 Prozent zurück. Die Importe legten um 27,5 Prozent zu, der Handelsüberschuss erreichte 112,5 Milliarden Dollar. Haupttreiber war die starke Nachfrage nach KI-Infrastruktur: Die Chip-Ausfuhren wuchsen im Juli um 117 Prozent, auch Elektrofahrzeuge, Lithium-Batterien und Industrieroboter verkauften sich gut. Allerdings verzerren stark gestiegene Preise die Zahlen, etwa bei Chips mit Zuwächsen bis zu 700 Prozent. Zugleich bleibt die Binnennachfrage schwach: Das BIP wuchs im zweiten Quartal nur um 4,3 Prozent, die Einzelhandelsumsätze im Juni um lediglich ein Prozent.

Chinas Exporte stiegen im Juli im Vergleich zum Vorjahr um 23,9 %. Damit übertrafen sie die Prognosen der Analysten. Ein globaler Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz (KI) sorgte für mehr Nachfrage nach Chips und Hightech-Produkten aus dem Land.

Das Wachstum hält die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt weiter auf Kurs durch ein Jahr mit Handelsschocks. Gleichzeitig zeigt es den Unterschied auf zwischen boomenden Fabrikexporten und schwachen Ausgaben im Inland.

Gesponsert

Gesponsert

Folgen Sie uns auf X, um die neuesten Nachrichten in Echtzeit zu erhalten

KI-Chip-Boom treibt Chinas Exportanstieg

Chinas Exporte stiegen im Juli im Vergleich zum Vorjahr um 23,9 % in USD. Damit lagen sie leicht über den Erwartungen der Ökonomen. Analysten, die von Reuters befragt wurden, rechneten mit einem Anstieg von 22,2 %. Eine separate Bloomberg-Umfrage ergab einen mittleren Zuwachs von 23 %.

Obwohl die Exporte die Schätzungen übertrafen, ging das Wachstum zurück gegenüber dem Anstieg von 27 % im Juni, der die stärkste Entwicklung seit Oktober 2021 markierte.

Im Juli stiegen die Importe um 27,5 %. Gleichzeitig betrug Chinas Handelsüberschuss 112,5 Milliarden USD. Das lag über den Erwartungen von etwa 107 Milliarden USD, aber unter dem Wert von Juni mit 125,6 Milliarden USD.

Halbleiter waren ein wichtiger Wachstumstreiber. Chinas Ausfuhren von integrierten Schaltkreisen, gemessen am Wert, haben sich in den ersten sieben Monaten des Jahres fast verdoppelt. Im Juli alleine stiegen die Chip-Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr um 117 %.

Gesponsert

Gesponsert

Mechanische und elektrische Produkte machten in den ersten sieben Monaten über 60 % der Ausfuhren aus. Elektrofahrzeuge, Lithium-Batterien und Windkraftanlagen sorgten für starke Nachfrage. Auch Industrie-Roboter und 3D-Drucker wuchsen rasch.

Preissteigerungen überdecken geringere Mengen und schwache Binnennachfrage

Der Exportanstieg spiegelt nicht ausschließlich höhere Ausfuhrmengen wider. Auch steigende Preise beeinflussten die Zahlen.

Ein Mangel an Chips und Elektronik führte dazu, dass manche Preise im vergangenen Jahr um bis zu 700 % anstiegen. Höhere Ölpreise und deutlich steigende Metallpreise erhöhten den Wert des Handels über das tatsächliche Exportvolumen hinaus.

Zudem verdeckt die Exportstärke die Schwächen im Inland. Chinas Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal um 4,3 %. Das ist das langsamste Tempo seit Ende 2022. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im Juni nur um 1 %. Das ist ein Zeichen für schwache Konsumnachfrage.

Haftungsausschluss

Die Ansichten in diesem Artikel stellen nur die persönlichen Ansichten des Autors dar und stellen keine Anlageberatung der Plattform dar. Diese Plattform übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Artikelinformationen und haftet auch nicht für Verluste, die durch die Nutzung oder das Vertrauen der Artikelinformationen verursacht werden.
Letzter Artikel

Der Krypto-Market-Maker Wintermute erhält von der SEC die Genehmigung zum Handel mit Aktien- und ETF-Blöcken

Nächste

Russland geht gegen 9 Kryptobörsen in Moskau City vor