Russland geht gegen 9 Kryptobörsen in Moskau City vor

Zusammenfassung:Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat in Moskau neun nicht registrierte Kryptobörsen durchsucht, die im Zusammenhang mit mutmaßlicher Geldwäsche von Betrugsgeldern aus ukrainischen Callcentern stehen. Mehr als 20 Mitarbeiter wurden im Moscow City Business Center festgenommen. Die Börsen sollen russischen Telefonbetrugsopfern gestohlenes Geld in Kryptowährung umgewandelt und auf Konten ukrainischer Hintermänner überwiesen haben. Die Operation erfolgte gemeinsam mit dem Innenministerium, das wegen großangelegten Betrugs ermittelt; dafür drohen bis zu zehn Jahre Haft. Kuriere im Alter von 18 bis 25 Jahren hatten Bargeld von Opfern eingesammelt. Zudem seien junge Russen mit geringer Finanzkenntnis angeworben worden. Der FSB identifiziert weiterhin Opfer und prüft Entschädigungen.

Der Föderale Sicherheitsdienst Russlands (FSB) durchsuchte in Moskau neun nicht registrierte Kryptobörsen-Dienste wegen mutmaßlicher Geldwäsche im Zusammenhang mit Betrugserlösen, die den Behörden zufolge mit betrügerischen Callcentern in der Ukraine in Verbindung standen.

Die Behörde erklärte, sie habe im Rahmen einer Operation, die sich gegen Kanäle richtete, die mutmaßlich zur Verlagerung illegaler Gelder über Krypto-Assets ins Ausland genutzt wurden, mehr als 20 Mitarbeiter im Moscow International Business Center (Moscow City) festgenommen, laut einer offiziellen Mitteilung vom Freitag.

Der FSB erklärte, die Börsen hätten Geld, das russischen Opfern von Telefonbetrug gestohlen worden war, in Kryptowährung umgewandelt und auf Konten überwiesen, die nach Angaben der Behörde ukrainischen Hintermännern gehörten.

Die Operation wurde gemeinsam vom FSB und dem russischen Innenministerium durchgeführt. Die Behörden erklärten, einige Kuriere im Alter von 18 bis 25 Jahren hätten Bargeld von Opfern abgeholt und es zur Umwandlung in Krypto an die Börsen geliefert. Der FSB sagte, junge Menschen aus russischen Regionen seien trotz ihrer begrenzten Finanzkenntnisse für die Arbeit an den Börsen angeworben worden.

Das Innenministerium leitete eine strafrechtliche Untersuchung wegen großangelegten Betrugs ein, einer nach russischem Recht mit bis zu 10 Jahren Haft strafbaren Straftat. Der FSB teilte mit, dass er weiterhin Opfer identifiziere und mögliche Entschädigungen prüfe.

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