Samsung Electronics und SK Hynix sind am Dienstag im Zuge einer breiteren Rallye in Südkorea gestiegen, obwohl die Futures auf eine schwächere Eröffnung an der Wall Street nach dem Labor-Day-Wochenende hindeuteten.
Die Wall Street öffnet am Dienstag nach dem Feiertag in einem schwierigeren makroökonomischen Umfeld. In der vergangenen Woche stieg die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit November 2023, die 2-jährige Note erreichte einen Höchststand wie zuletzt im Januar 2025. Investoren bewerten das Risiko, dass eine anhaltende Inflation die US-Notenbank weiterhin vorsichtig bleiben lässt.
Kospi: KI-getriebene Rallye hält an
Der Kospi stieg um 1,25 % auf 7.083,84 bis zum späten Vormittag in Seoul und setzte damit den Anstieg vom Montag fort, der mit mehr als 4 % der stärkste Tagesgewinn seit Monaten war. Investoren erwarten, dass die Gewinne im Bereich künstliche Intelligenz weiterhin die Erwartungen übertreffen werden.
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Der Kospi ist im vergangenen Monat wieder positiv verlaufen. Bildquelle: Trading View
Samsung Electronics gewann 1,48 % und erreichte 274.000 Won, während SK Hynix um 3,65 % auf 1.848.000 Won stieg. Das staatliche Unternehmen Korea Electric Power Co. gewann 3,82 %, Raffiner SK Innovation stieg um 1,6 %.
SK Hynix und Samsung führen aktuell den Anstieg an. Bildquelle: Trading View
Hyundai Motor und LG Energy Solution gaben nach, während der Won zum Dollar auf 1.338,55 an Wert gewann. Japans Nikkei 225 fiel um 0,95 %, der Kosdaq-Index für Nebenwerte stieg um 0,46 %. Dies zeigt, wie ungleich die KI-Rallye in der Region verläuft.
Die Entwicklung folgt auf einen aktuellen Bericht über südkoreanische Chip-Aktien im Kontext der Iran-Spannungen und erfolgt, während Goldman Sachs-Stratege Timothy Moe ein bullisches, langfristiges Kospi-Ziel mit einer Erholung der Gewinne im Speicherchip-Bereich verknüpft.
Wall Street: Als Ölpreise steigen, wachsen die Sorgen
US-Index-Futures deuten auf einen schwächeren Start hin. Dow-Futures fielen um 308 Punkte oder 0,6 %, zudem erreichten die Ölpreise den höchsten Stand seit sechs Wochen. Grund dafür ist, dass Iran und die USA am Wochenende Gegenschläge ausgetauscht haben, wobei Brent-Rohöl um 1,1 % auf 97,31 USD pro Barrel stieg.
Steigende Energiekosten sorgen vor den Inflationsdaten am Donnerstag (Großhandel) und Freitag (Verbraucherpreise) für zusätzliche Inflationserwartungen. Trader bepreisen aktuell etwa eine 60-%-Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der US-Notenbank um einen Viertelpunkt bei der Sitzung in der kommenden Woche.
Die Entwicklung hebt die chipgetriebene Rallye in Seoul als einen der wenigen positiven Lichtblicke hervor, während die Märkte in eine Woche starten, die von Inflationsdaten und geopolitischem Risiko im Nahen Osten geprägt ist.

