Australiens Finanzaufsichtsbehörde erklärte, sie habe im vergangenen Jahr 45 Registrierungen von Krypto- und Überweisungsanbietern annulliert, ausgesetzt oder nicht verlängert, während sie die behördliche Kontrolle über risikoreiche Zahlungsunternehmen verstärkte.
Am Montag erklärte das Australian Transaction Reports and Analysis Centre (AUSTRAC), die Maßnahmen hätten sich gegen Anbieter gerichtet, die inaktiv oder zahlungsunfähig waren oder nicht über die nötige Fähigkeit zum Betrieb verfügten. Außerdem verwies die Behörde auf das Versäumnis, wesentliche Änderungen zu melden, fehlerhafte Registrierungen und Fälle mit erheblichen Risiken der Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung.
AUSTRAC-CEO Brendan Thomas erklärte, dass Unternehmen, deren Registrierungen annulliert wurden, nicht mehr tätig sein können. Er fügte hinzu, dass mit einigen Unternehmen verbundene Personen an australische und ausländische Strafverfolgungsbehörden oder Partner der Aufsichtsbehörden verwiesen worden seien.
AUSTRAC hob BA Digital Ventures hervor, das unter dem Namen GetCoins tätig war und dessen Registrierung als Anbieter virtueller Vermögenswerte im Juni nach Beschwerden von Kunden annulliert wurde. Die Aufsichtsbehörde erklärte, GetCoins sei angeblich von organisierten Kryptowährungs-Anlagebetrügereien ausgenutzt worden und die gemeinsam mit dem National Anti-Scam Centre durchgeführte Annullierung habe dazu beigetragen, die Aktivitäten zu unterbinden.
Die Aufsichtsbehörde nannte nicht alle 45 Unternehmen und legte auch keine Aufschlüsselung zwischen Krypto- und Überweisungsanbietern vor. Ihr öffentliches VASP-Register führt jüngste Maßnahmen gegen GetCoins, Cryptolink, Self Custody, Jam Xchange und Coinsec Australia auf.
AUSTRAC hat außerdem eine Untersuchung gegen Western Union eingeleitet und das Krypto-ATM-Netzwerk von Cryptolink ausgesetzt.

