Globale börsengehandelte Goldfonds (ETFs), die durch Gold gedeckt sind, zogen im Juli 3 Milliarden USD an. Damit wurde eine Serie von zwei Monaten Nettoabflüssen beendet und das gesamte Vermögen unter Verwaltung stieg um 1% auf 530 Milliarden USD.
Die Trendwende erfolgte gleichzeitig mit dem Ende einer viermonatigen Verlustserie beim Gold. Dieses positive Momentum setzt sich bisher auch im August fort.
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Europa treibt die Erholung im Juli voran
Die Zuflüsse geben Aufschluss darüber, wie Investoren Gold einschätzen, und im Juli zeigte sich ein deutlicher Wechsel zurück zum Edelmetall. Europäische Fonds stellten den größten Teil des neuen Kapitals bereit und erhöhten ihre Bestände im Monat um 2 Milliarden USD.
Das Vereinigte Königreich nahm mit 875 Millionen USD die Spitzenposition ein, während die Schweiz mit 657 Millionen USD folgte. Asiatische Fonds kauften 616 Millionen USD und blieben auch im Jahr 2026 die wichtigste Region für Zuflüsse.
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Gold-ETF-Zuflüsse im Juli. Quelle: World Gold Council
Auch Nordamerika verzeichnete wieder Zuflüsse, wenn auch mit bescheidenen 71 Millionen USD. Diese Region weist für das laufende Jahr weiterhin als einzige einen Nettoabfluss aus – ein Zeichen, dass US-Investoren vorsichtig bleiben. Das gemischte Bild sorgte insgesamt für eine ungleichmäßige Erholung.
Die gesamten Bestände aller Fonds erhöhten sich laut World Gold Council um 23 Tonnen auf 4.068 Tonnen. Dieser Wert liegt unter dem Rekord von 4.176 Tonnen vom 27. Februar. Das Vermögen unter Verwaltung stieg daher um 1%, was sowohl den neuen Mittelzuflüssen als auch dem höheren Goldpreis zu verdanken ist.
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Gold beendet viermonatige Verlustserie, Käufer kehren zurück
Im Juli beendete Gold eine viermonatige Verlustphase und legte rund 2% zu. Dieser Anstieg erfolgte, nachdem das Edelmetall zwischen März und Juni über 25% gefallen war.
Laut Bericht betrachteten viele Käufer Preise nahe 4.000 USD je Unze als günstigen Einstiegspunkt. Die Rallye setzte sich im aktuellen Monat fort, Gold stieg um mehr als 5%.
Gold-Preis-Entwicklung. Quelle: TradingView
Der Anstieg im August könnte mit fallenden Ölpreisen zusammenhängen, die Inflationssorgen gemildert haben. Günstigere Energiepreise wirken sich meistens dämpfend auf das allgemeine Preisniveau aus.
Gold zieht oft Investoren an, wenn lockerere Geldpolitik erwartet wird. Niedrigere Zinsen machen zinstragende Anlagen weniger attraktiv, und die Zuflüsse im Juli zeigen, dass diese Sichtweise an Bedeutung gewinnt.
Ob die ETF-Erholung anhält, könnte von den kommenden Entscheidungen der US-Notenbank abhängen. Eine eher lockere Ausrichtung könnte weitere Käufer anziehen, während erneute Diskussionen über Zinserhöhungen die August-Gewinne von Gold prüfen würden.

