Banken und Aufsichtsbehörden beteiligen sich an einem Pilotprojekt für quantenresistente Kryptotransfers

Zusammenfassung:Banken und Finanzaufsichtsbehörden aus Europa, dem Nahen Osten und Asien beteiligen sich an einem Pilotprojekt, das eine quantenresistente Infrastruktur für Wallets digitaler Vermögenswerte und Onchain-Transfers testet. Initiiert vom Responsible Fintech Institute und Safeheron, nutzt das Projekt ein quantenresistentes NEAR-Testnet mit Multiparty-Computation und dem NIST-Standard ML-DSA-65. Zu den Teilnehmern gehören Abu Dhabi Global Market, Bhutans Gelephu Financial Services Office, die maltesische Finanzaufsicht sowie Bison Bank und DK Bank. Die Banken erproben Wallet-Erstellung und Transfers in einer gemeinsamen Umgebung; die Aufsichtsbehörden beobachten zunächst und tragen später zur Governance bei. Geplant sind ein Whitepaper und anschließend die Veröffentlichung der Technologie als Open Source. Hintergrund sind Vorbereitungen auf Quantencomputer: Die Hongkonger Währungsbehörde strebt bis 2030 volle Bereitschaft an, und ein BIS-Papier fordert schrittweise Migrationen zu Post-Quantu

Banken und Finanzaufsichtsbehörden aus Europa, dem Nahen Osten und Asien haben sich einem Pilotprojekt angeschlossen, in dem eine quantenresistente Infrastruktur für Wallets digitaler Vermögenswerte und Onchain-Transfers getestet wird.

Das Responsible Fintech Institute (RFI) und der Anbieter von Krypto-Verwahrungsinfrastrukturen Safeheron kündigten die Initiative am Montag an.

Das Pilotprojekt nutzt auf einem quantenresistenten NEAR-Testnet ein Multiparty-Computation-Protokoll. Dieses unterstützt ML-DSA-65, einen vom US-amerikanischen National Institute of Standards and Technology veröffentlichten quantenresistenten Standard für digitale Signaturen.

Das RFI teilte mit, dass zu den teilnehmenden Aufsichtsbehörden Abu Dhabi Global Market, das Gelephu Financial Services Office Bhutans und die Financial Services Authority Maltas gehören. Bison Bank und DK Bank nehmen als Finanzinstitute teil.

Die Banken werden die Erstellung von Wallets und Transfers in einer gemeinsamen Anwendungsumgebung testen. Die Aufsichtsbehörden beobachten zunächst die erste Phase und tragen später zu einem Arbeitsbereich für Governance bei. Art und Umfang der Beteiligung unterscheiden sich zwischen den Institutionen.

Die Organisatoren planen, ein Whitepaper zu veröffentlichen, das die Forschung, das Protokolldesign und die Testergebnisse behandelt. Später soll die zugrunde liegende Technologie als Open Source bereitgestellt werden.

Das Pilotprojekt findet vor dem Hintergrund der Vorbereitungen von Finanzbehörden auf Quantencomputer statt, die die Kryptografie mit öffentlichen Schlüsseln untergraben könnten. Die Hong Kong Monetary Authority strebt an, den Bankensektor Hongkongs bis 2030 vollständig auf Sicherheitsrisiken durch Quantencomputer vorbereitet zu haben. Unabhängig davon forderte ein BIS-Papier aus dem Jahr 2025 Finanzinstitute auf, mit koordinierten, schrittweisen Migrationen zu Post-Quantum-Systemen zu beginnen.

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