Das Scheitern der Credit Suisse folgt Jahren des Skandals und des Misstrauens – wobei ein Matratzenhersteller aus Ohio eine Rolle spielt –
Die Credit Suisse Group AG, einst eine der Stützen des globalen Finanzsystems, existiert nicht mehr. Mehr von Fortuna: Nach angespannten Gesprächen am Wochenende stimmte die UBS Group AG zu, die Credit Suisse in einem All-Share-Deal für rund 3.25 Milliarden Dollar zu kaufen, weniger als der Marktwert des in Schwierigkeiten geratenen US-Kreditgebers First Republic Bank. Der staatlich vermittelte Verkauf markiert den endgültigen Sturz der Schweizer Bank, die einer Vertrauenskrise erlag, die sich auf die globalen Finanzmärkte auszuweiten drohte. 166 Jahre lang trug die Credit Suisse dazu bei, die Schweiz als Dreh- und Angelpunkt des internationalen Finanzwesens zu positionieren, und ging mit den Titanen der Wall Street auf Augenhöhe, bevor Skandale, rechtliche Probleme und Umwälzungen im Management das Vertrauen der Anleger untergruben. Während der Verfall Jahre dauerte, kam das Ende schnell. Nach dem Zusammenbruch der Silicon Valley Bank am vergangenen Wochenende geriet die leidende Credit Suisse schnell in den Mittelpunkt der Besorgnis. Nachdem der Spitzenaktionär Saudi National Bank Bloomberg Television am Mittwoch mitgeteilt hatte, dass sie „absolut nicht mehr in den Kreditgeber investieren werde, war eine Flucht im Gange. Ein 54-Milliarden-Dollar-Finanzierungs-Backstop der Schweizer Zentralbank – der am Donnerstag mitten in der Nacht versiegelt wurde, um Nervosität zu beruhigen – konnte nicht die Lebensader werden, auf die