Indiens Zentralbank verkauft 7 Milliarden USD an einem Tag, um den Kursverfall der Rupie zu stoppen

Zusammenfassung:Die indische Zentralbank (RBI) hat laut Bloomberg am Freitag rund 7 Milliarden US-Dollar verkauft, um die Rupie zu stützen, die bei 95,6 pro Dollar notierte und 2026 rund 5,87 % verloren hat. Dies war eine der stärksten direkten Interventionen seit Monaten, ergänzt durch weitere Verkäufe am Montag und Dienstag, die die Währung wieder über 96 pro Dollar brachten. Die Devisenreserven stiegen bis zum 17. Juli auf 676,2 Milliarden US-Dollar. Bereits von März bis Mai hatte die RBI netto Dollarverkäufe von 9,76, 8,94 und 6,1 Milliarden getätigt. Zusätzlich fördert die Zentralbank Kapitalzuflüsse, was sich in ausländischen Aktienkäufen von 1,3 Milliarden Dollar in einer Woche zeigt. Goldman Sachs erwartet weitere Unterstützung durch sinkende Ölpreise. Der Erfolg der Rupien-Verteidigung hängt von Ölpreisen und Zuflüssen ab, doch die steigenden Reserven deuten auf anhaltende Interventionsfähigkeit hin.

Die Reserve Bank of India (RBI) hat laut Bloomberg am vergangenen Freitag etwa 7 Milliarden USD verkauft, um die Rupie zu stützen. Dies berichteten Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind.

Am Donnerstag wurde die Rupie mit 95,6 pro USD gehandelt, also etwa 1,4 % unter ihrem Rekordtief. Die Währung ist im Jahr 2026 um 5,87 % gegenüber dem USD gefallen.

Indische Rupie gegenüber dem US-Dollar im Jahr 2026. Quelle: Google Finance

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Einblick in die größte Intervention der RBI zur Stützung der Rupie seit Monaten

Laut dem Bericht gehört diese Maßnahme zu den stärksten direkten Eingriffen der Zentralbank seit Monaten. Die Zentralbank griff dabei sowohl an den inländischen als auch an den internationalen Märkten ein. Dies erfolgte, als die Währung sich ihrem Rekordtief aus dem Mai von 96,96 pro USD näherte.

Zwei leitende Banker gaben an, dass die Verkäufe am Freitag zwischen 8 und 9 Milliarden USD lagen, wie Reuters berichtete. Zusätzliche Verkäufe am Montag und Dienstag haben die Rupie dann wieder über 96 pro USD gebracht.

Indiens Devisenreserven beliefen sich zum 17. Juli auf 676,2 Milliarden USD und sind damit in drei Wochen um mehr als 9 Milliarden USD gestiegen.

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Die Maßnahme vom Freitag folgt auf drei Monate mit hohen Dollarverkäufen

Die aktuelle Intervention setzt ein Muster fort, das sich über mehrere Monate erstreckt. Daten der RBI zeigen, dass die Zentralbank im März netto 9,76 Milliarden USD verkauft hat, 8,94 Milliarden USD im April und 6,1 Milliarden USD im Mai.

Allein im Mai kaufte die RBI 22,2 Milliarden USD und verkaufte 28,3 Milliarden USD, so Reuters. Allerdings setzt die RBI nicht nur auf Dollarverkäufe.

Die Zentralbank hat ihre Interventionen mit Maßnahmen ergänzt, um Kapitalzuflüsse zu erhöhen. Diese Schritte zeigen offenbar Wirkung. Ausländische Investoren kauften in der Woche bis zum 9. Juli indische Aktien im Wert von 1,3 Milliarden USD, was dem größten Kauf seit Juni 2025 entspricht. Auch Goldman Sachs erwartet, dass die Maßnahmen der RBI und sinkende Ölpreise die Rupie unterstützen werden.

Ob die Verteidigung der Rupie erfolgreich bleibt, könnte von den Ölpreisen und dem Tempo ausländischer Kapitalzuflüsse abhängen. Steigende Devisenreserven deuten im Moment jedoch darauf hin, dass die RBI weiterhin USD verkaufen kann.

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