Was Sie heute zu erwarten haben: US-BIP und der bevorzugte Inflationsindikator der Fed sinken

Zusammenfassung:Das Bureau of Economic Analysis veröffentlicht am Donnerstag die erste BIP-Schätzung für das zweite Quartal, wobei Analysten ein annualisiertes Wachstum von 2,1 % erwarten. Investoren sind nervös, da auch die PCE-Inflationsdaten als bevorzugter Fed-Indikator im Fokus stehen, nachdem die Fed den Leitzins unverändert ließ. Das GDPNow-Modell der Atlanta Fed prognostiziert lediglich 1,6 %. Die Veröffentlichung um 13:30 GMT könnte den US-Dollar beeinflussen, falls es Abweichungen gibt. Technisch bleibt der DXY über 101,00 mit potentiellem Widerstand bei 101,80 und Unterstützung bei 100,35; Momentum-Indikatoren deuten auf eine bullische Tendenz hin.

Das Bureau of Economic Analysis (BEA) der Vereinigten Staaten wird am Donnerstag seine erste Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das zweite Quartal veröffentlichen. Analysten erwarten, dass die Daten ein annualisiertes Wachstum von soliden 2,1% zeigen.

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Märkte erwarten US-Wachstums- und PCE-Daten angesichts geopolitischer Unsicherheiten

Investoren sind nervös vor der Veröffentlichung der US-BIP-Zahlen für den Zeitraum April bis Juni am Donnerstag. Diese Schätzung gilt generell als die kursbewegendste der drei pro Quartal veröffentlichten BIP-Daten.

Neben dem BIP-Wachstum steht im Inland auch die Veröffentlichung der Inflation an, die über den Personal Consumption Expenditures (PCE) gemessen wird. Die PCE ist der bevorzugte Inflationsindikator der US-Notenbank Fed.

Die bevorstehende BIP-Veröffentlichung bleibt daher wichtig. Marktteilnehmer werden auf Anzeichen möglicher Auswirkungen der aktuellen Krise im Nahen Osten achten.

Mit Blick auf die Inflation erwarten Marktteilnehmer zudem, dass die Zölle unter US-Präsident Trump und die anhaltende Volatilität der Energiepreise weiterhin im Fokus stehen.

Die Veröffentlichung erfolgt nach der Sitzung der Fed am 28. und 29. Juli, bei der das Komitee wie erwartet beschlossen hat, den Fed Funds Target Range (FFTR) unverändert zu lassen.

Im Bericht enthalten ist auch der sogenannte BIP-Preisindex oder BIP-Deflator. Dieser misst die Inflation bei allen im Inland produzierten Waren und Dienstleistungen, einschließlich der Exporte, jedoch ohne Importe. Diese Daten gewinnen angesichts des Konflikts zwischen den USA und Iran und dessen Auswirkungen auf die Rohölpreise an Bedeutung.

Das GDPNow-Modell der Atlanta Fed, das wegen seiner Echtzeit-Bewertung wirtschaftlicher Aktivitäten intensiv beobachtet wird, prognostizierte am 27. Juli ein BIP-Wachstum von 1,6% im zweiten Quartal (nach 1,7% am 17. Juli).

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Atlanta Fed GDPNow ModellWann werden die BIP-Daten veröffentlicht und wie könnten sie den US-Dollar-Index beeinflussen?

Der US-BIP-Bericht, der am Donnerstag um 13:30 Uhr GMT erscheint, könnte für den US-Dollar (USD) entscheidend sein, falls es eine deutliche Abweichung von den Prognosen gibt. Die Märkte richten ihren Fokus aktuell fast ausschließlich auf die Entwicklungen im Nahen Osten.

Neben den BIP-Wachstumszahlen stehen vor allem Aktualisierungen zum BIP-Preisindex sowie den PCE-Daten im Mittelpunkt. Beide Kennzahlen könnten Erwartungen über den künftigen Zinspfad der Fed und die Richtung des US-Dollars beeinflussen.

Ein stärker als erwartetes BIP oder ein im Rahmen der Prognosen liegendes Ergebnis dürfte das US-Narrativ eines besonderen wirtschaftlichen Umfelds stützen und Rückenwind für die aktuelle Dollar-Erholung bieten. Die Inflationsdaten sollen unterdessen das bereits zu Monatsbeginn mit der Veröffentlichung der CPI-Zahlen gezeigte Muster bestätigen.

Der technische Ausblick für den US-Dollar-Index (DXY) bleibt unter den aktuellen Konsolidierungsbewegungen leicht konstruktiv. Der Index bewegt sich am oberen Ende seiner mehrmonatigen Spanne deutlich oberhalb der Marke von 101.00.

Der positive Ausblick dürfte zudem bestehen bleiben, solange der Index über dem 200-Tage-SMA nahe 99,10 notiert. Weitere Kursgewinne treffen auf den nächsten Widerstand am Jahreshoch von 101,80 (24. Juni).

Abwärtsmarken ergeben sich am Tiefpunkt vom Juli bei 100,35 (14. Juli), gefolgt vom vorläufigen 55-Tage- und 100-Tage-SMA bei 100,24 und 99,68. Weiter südlich folgt der wichtigere 200-Tage-SMA bei 99,12, bevor der Wochen-Tiefstand bei 98,75 (29. Mai) erreicht wird.

Momentum-Indikatoren zeigen eine bullische Tendenz. Der Relative Strength Index (RSI) bewegt sich in der Nähe von 63, der Average Directional Index (ADX) liegt knapp über 25. Dies deutet auf eine zunehmende Stärke der aktuellen Aufwärtsbewegung hin.

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