Die Logik ist einfach. BTC hat in diesem Jahr gegenüber Gold, Technologiewerten und nahezu allen anderen Anlageklassen unterdurchschnittlich abgeschnitten, was es im Vergleich zu diesen Vermögenswerten überverkauft und attraktiv erscheinen lässt.
Doch Brandts technische Analyse deutet darauf hin, dass die erwartete Rotation möglicherweise nicht stattfindet und die Outperformance von Gold gegenüber BTC anhalten könnte.
Die Dynamikverlagerung
Ein genauerer Blick auf das XAU/BTC-Diagramm hilft, Brandts Präferenz für Gold zu verstehen. XAU/BTC misst den Goldpreis pro Unze in BTC.
Seit über einem Jahrzehnt zeigt der XAU/BTC-Kurs einen Abwärtstrend, der die unaufhörliche Outperformance und Rallye der Kryptowährung gegenüber dem gelben Metall verdeutlicht. Seit mindestens 2019-2020 hat sich das Tempo des Rückgangs im Verhältnis jedoch deutlich verlangsamt.
Im Bereich der technischen Analyse stellt dies einen Verlust des Abwärtsmomentums im Verhältnis dar. Eine abflachende Kurve hat die steilen, vertikalen Einbrüche ersetzt, die die 2010er Jahre prägten – ein Zeichen dafür, dass die Verkäufer von Gold (im Verhältnis zu Bitcoin) endlich erschöpft sind.
Und nun scheint sich das Blatt zugunsten des gelben Metalls zu wenden.
XAU/BTC. (Peter Brandt, TradingView)
Der von Brandt hervorgehobene „Rundungseffekt deutet darauf hin, dass der Rückgang des Verhältnisses nicht nur gestoppt hat; er beginnt, sich nach oben zu wenden.
Mit anderen Worten könnten wir am Beginn eines neuen Makrozyklus stehen, in dem Gold beginnt, den Boden zurückzuerobern, den es gegenüber Bitcoin in den letzten 15 Jahren verloren hat.


