Holzpreis fällt zehn Tage in Folge, US-Immobilienmarkt zeigt weitere Schwächen

Zusammenfassung:Die Holz-Futures sind zehn Handelstage in Folge gefallen – die längste Verlustserie seit Dezember 2024. Nachdem der Preis an der Widerstandszone bei 650 USD abgelehnt wurde, notiert er nun nahe 586 USD. Trotz knappem Angebot durch Zölle, Waldbrände und Sägewerkschließungen belastet die schwache US-Wohnungsnachfrage den Markt. Der NAHB-Index fiel im Juli auf 34, Bauunternehmen senkten Preise, und die Bauausgaben für Einfamilienhäuser lagen im Juni 3,3 % unter dem Vorjahr. Charttechnisch testet der Kurs die Unterstützung bei 580 USD; fällt sie, droht die Marke von 565 USD. Der RSI ist überverkauft, eine Erholung möglich. Entscheidend bleiben die US-Notenbank und mögliche Zinssenkungen.

Die Holz-Futures sind 10 Tage in Folge gefallen, das ist die längste Verlustserie seit Dezember 2024. Der Holzpreis liegt aktuell nahe 586 USD, nachdem er an der Widerstandszone bei 650 USD deutlich abgelehnt wurde.

Diese Entwicklung betrifft mehr als nur den Holzhandel. Die Nachfrage nach Holz folgt dem US-Hausbau fast direkt, und diese Serie fällt in eine Zeit, in der das Vertrauen der Bauunternehmen auf einem Mehrjahrestief liegt.

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Warum der Holzpreis trotz knappem Angebot fällt

Laut Daten von Barchart hat Holz 10 Tage in Folge niedriger geschlossen, das gab es zuletzt im Dezember 2024. Vor zwei Wochen zeigte der Markt jedoch ein anderes Bild.

Am 28. Juli erreichte der Future 650 USD pro tausend Brettfuß, den höchsten Stand seit 12 Monaten. Die Rallye hatte seit den Tiefs im Dezember mehr als 30% zugelegt, weil es mehrere Angebotsschocks gab.

Das Wall Street Journal berichtete, dass hohe Zölle auf kanadisches Holz, Waldbrände und Sägewerkschließungen das Angebot verringert und die Preise erhöht haben. In Westkanada, das den Großteil der US-Importe von Nadelholz liefert, wüteten mehr als 900 Waldbrände.

Zusätzliche Zölle von etwa 35% verteuern laut NAHB ein neues amerikanisches Haus um rund 10.000 USD. Dennoch brachen die Preise zusammen, sobald die Nachfrage deutlich schwächer wurde.

Die US-Bauausgaben für Einfamilienhäuser waren im Juni im Jahresvergleich um 3,3% niedriger, so TradingEconomics. Ein derart starker Kursrückgang trotz eingeschränkten Angebots deutet auf eine Nachfrageschwäche und keine Überversorgung hin.

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Schwächen im US-Immobilienmarkt nehmen weiter zu

Die sinkende Nachfrage zeigt sich in vielfältigen Immobiliendaten. Der NAHB/Wells Fargo Housing Market Index (HMI) fiel im Juli auf 34, das ist der 15. Monat in Folge unter 50. Dies ist die längste Schwächephase seit 2012.

Zudem haben 37% der Bauunternehmen im Juli ihre Preise gesenkt, durchschnittlich um 6%. Robert Dietz, Chefökonom der NAHB, beschrieb diesen Druck direkt im Juli-Bericht der Organisation.

„Bezahlbarkeit bleibt die größte Herausforderung der Bauindustrie.

Daten, die sich langsamer verändern, bestätigen diesen Trend. Der mittlere Verkaufspreis für US-Häuser lag Ende 2022 fast bei 440.000 USD laut FRED. Inzwischen liegt er bei rund 410.000 USD, das ist die längste Periode mit schwachen Preisen seit 2008.

Preise von Häusern in den USA Quelle: FRED

Rund 70% bis 80% des nordamerikanischen Holzbedarfs entfallen auf den Wohnungsbau. Daher gilt Holz als schnelles Barometer für die Gesundheit des Immobilienmarkts, und stimmt jetzt mit anderen ungewöhnlichen Indikatoren überein, die späte Warnsignale senden. Prognosemärkte haben die US-Rezessionswahrscheinlichkeit in diesem Jahr bereits erhöht.

Prognose für den Holzpreis hängt an 580-USD-Unterstützung

Im Tages-Chart fiel der Holzpreis nach mehreren Fehlschlägen Ende Juli aus der Widerstandszone bei 650 USD. Der Rückgang brach zudem durch eine Aufwärtstrendlinie, die den Markt seit Dezember 2025 gestützt hatte.

Der aktuelle Kurs liegt bei 585,75 USD, das sind 0,9% weniger am Tag und stößt damit an die Unterstützung bei 580 USD. Sollten Käufer diese Marke verteidigen, gilt ein Erholungsschub als möglich.

LBR Tages-Chart Quelle: Tradingview

Der tägliche Relative Strength Index (RSI) befindet sich im überverkauften Bereich, so tief wie seit September 2025 nicht mehr, als es danach zu einer deutlichen Erholung kam. Die durchbrochene Trendlinie nahe 590 USD könnte aber nun als Widerstand wirken und Erholungen begrenzen.

NiveauRolle
650 USDStarker Widerstand, Ablehnungsbereich im Juli
590 USDGebrochene Trendlinie, potenzieller Widerstand
580 USDAktuelle Unterstützung, wird getestet
565 USDNächste Unterstützung, falls 580 USD bricht

Im Gegensatz dazu würde ein klarer Schlusskurs unter 580 USD die nächste Unterstützung bei 565 USD ins Spiel bringen, etwa 3,5% tiefer. Diese Marke hat bereits mehrere Verkäufe seit Ende 2025 aufgehalten.

Abseits des Charts bleibt die US-Notenbank der wichtigste Impulsgeber. Erwartete Zinssenkungen könnten die Hypothekenzinsen drücken und die Nachfrage nach Holz im Bau wiederbeleben. Ein stärkerer Einbruch am Immobilienmarkt könnte dagegen auch andere Risiko-Assets wie Krypto beeinflussen.

Die nächsten Sessions werden zeigen, ob die überverkauften Bedingungen eine Erholung auslösen oder die Warnzeichen im Immobiliensektor lauter werden.

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