US-Spot-Bitcoin (BTC) ETFs verzeichneten von 24. bis 28. August Nettozuflüsse von 924 Millionen USD. BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT) lag mit 938 Millionen USD an der Spitze, wie Daten von SoSoValue zeigen. Trotz dieser Nachfrage blieb der Bitcoin-Kurs weiterhin unter 80.000 USD.
Spot-Ether (ETH) ETFs verzeichneten im selben Zeitraum Zuflüsse in Höhe von 824 Millionen USD. Auch hier führte mit Abstand BlackRocks ETHA-Fonds, der seine eigene Serie von Zuflüssen inzwischen auf 10 aufeinanderfolgende Handelstage ausgedehnt hat. Beide Produkte stießen auf starke Nachfrage von institutionellen Haltern, obwohl es Bitcoin nicht gelang, seine jüngsten Gewinne zu behaupten.
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Warum folgt der Bitcoin-Kurs nicht den ETF-Zuflüssen?
Ein wichtiger Grund dafür ist die US-Zentralbank. Der Vorsitzende der Fed, Kevin Warsh, hielt am 28. August ein eher restriktives Hauptreferat beim Jackson Hole Economic Policy Symposium.
Der Bitcoin-Kurs hat Schwierigkeiten, über 80.000 USD zu bleiben. Bildquelle: BeinCrypto
Er warnte, dass die Inflation weiterhin ein größeres Problem als der Arbeitsmarkt sei und schloss eine Zinserhöhung nicht aus. In den folgenden Stunden fiel der Bitcoin-Kurs von rund 79.500 USD auf unter 77.000 USD. Trader bewerteten daraufhin die Wahrscheinlichkeit für eine Erhöhung bei der Fed-Sitzung im September als gestiegen.
Bitcoin steht zudem vor einem längerfristigen technischen Widerstand. Die On-Chain-Analyse-Firma CryptoQuant verwies auf eine bullische Marktbestätigung, die mit dem 365-Tage-Durchschnittspreis von Bitcoin nahe 83.000 USD zusammenhängt. BTC hat es trotz der Rallye von Mitte 60.000 USD wiederholt nicht geschafft, über diesem Niveau zu schließen.
Die Serie von Zuflüssen endet
Die neun Tage andauernde Serie an Bitcoin-ETF-Zuflüssen, die auch in die letzte Woche reichte, ging am 28. August zu Ende. An diesem Tag wurde ein Nettoabfluss von 201,81 Millionen USD verzeichnet. Dennoch bleibt der August 2026 der bislang stärkste Monat für diese Produkte mit über 3 Milliarden USD an Nettozuflüssen.
Bitcoin verzeichnete am Freitag der letzten Woche Abflüsse. Bildquelle: CoinGlass
Ob Bitcoin die erneute ETF-Nachfrage in einen klaren Ausbruch über 80.000 USD umwandeln kann, dürfte an den nächsten Schritten der Fed liegen. Auch ein Schlusskurs über dem 365-Tage-Durchschnittspreis könnte helfen, was seit Beginn der Rallye jedoch noch nicht gelungen ist.

