Die Taiyo Yuden-Aktie stieg am Mittwoch um 7,51%, nachdem Situational Awareness eine Beteiligung am japanischen Hersteller von Kondensatoren bekannt gegeben hatte.
Der Bericht sah nach frischen Käufen aus, doch der Hedgefonds hatte den größten Teil seiner Position bereits Wochen zuvor verkauft.
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Die Beteiligung von Situational Awareness an Taiyo Yuden, erklärt
Situational Awareness reichte am 12. August neun Änderungsberichte ein. Der auf KI spezialisierte Hedgefonds wird von Leopold Aschenbrenner geleitet, einem ehemaligen Forscher bei OpenAI. Allerdings wurden die Meldungen mehr als einen Monat nach der ursprünglichen Frist eingereicht.
Japans Taiyo Yuden steigt um über 7% am Tag. Bildquelle: Trading View
Die Berichte beziehen sich auf Handelsaktivitäten zwischen Juni und August. Situational Awareness überschritt am 29. Juni erstmals die 5%-Meldegrenze mit einem Anteil von 5,99%. Der Fonds kaufte dann bis Mitte Juli weitere Aktien hinzu, wobei der Anteil am 22. Juli seinen Höchststand von 16,61% erreichte.
Die neun Änderungsberichte. Bildquelle: Biggo
Die Position wurde fast direkt danach wieder reduziert. Der Anteil fiel bis 30. Juli auf 15,22%. Bis zum 3. August lag er mit 4,41% unterhalb der Meldegrenze.
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Margin Calls zwangen zum Verkauf
Die Reduzierung war auf Verluste bei Situational Awareness selbst zurückzuführen, nicht auf Probleme bei Taiyo Yuden. Ein Ausverkauf von KI-Infrastruktur-Aktien, darunter SK Hynix und CoreWeave, traf den Fonds im Juli massiv.
Margin Calls zwangen den hoch verschuldeten Fonds dann, Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen zu verkaufen. Daher sanken die verwalteten Vermögenswerte von 45 Milliarden auf etwa 10 Milliarden USD.
Citadels Fondsgruppe unter Führung von Ken Griffin kaufte einen großen Teil der notleidenden Positionen zu einem Abschlag.
Eine Erholung, die vielleicht nicht anhält
Taiyo Yuden stellt keramische Mehrschichtkondensatoren her, die in KI-Rechenzentren genutzt werden. Die Aktie war bereits Anfang Juli 2026 um etwa 540% gestiegen. Anschließend fiel der Kurs allerdings, so Bloomberg, wegen allgemeiner Sorgen um mit KI verbundene Aktien.
Ikuo Mitsui, Fondsmanager bei Aizawa Securities Co., erklärte Bloomberg:
„Die Aktie reagiert offenbar zumindest zeitweise positiv auf den Bericht zum Großaktionär, da die jüngste Korrektur den Aktienkurs auf weniger als die Hälfte des Juli-Hochs gedrückt hat, wodurch die Bewertung attraktiv wirkt.
Er ergänzte, dass Bedenken rund um Angebot und Nachfrage bei MLCC begrenzen könnten, wie weit die Rallye noch führt.
Der Fall zeigt außerdem, dass es oft Verzögerungen zwischen Presseberichten und den offiziellen Angaben von Hedgefonds gibt. Viele Retail-Trader, die am 12. August reagierten, kauften in eine Position, die der Fonds bereits auf unter 5% reduziert hatte.

