SanDisk-Aktie: 94-Mrd.-USD-Auftragsbestand gesichert, Ziel sind 80 % Marge bis 2030

Zusammenfassung:Die SanDisk-Aktie stieg am 13. August um knapp 14 Prozent, nachdem das Unternehmen auf seinem Investorentag einen Auftragsbestand von 93,9 Milliarden US-Dollar von acht Kunden bekannt gab und bis 2030 eine non-GAAP-Bruttomarge von rund 80 Prozent anstrebte. CEO David Goeckeler sieht seinen 18-monatigen Turnaround-Plan nun in der Wertschöpfungsphase; die Ausgliederung von Western Digital erfolgte im Februar 2025. Die Aktie legte seit Jahresbeginn trotz Juli-Korrektur um über 571 Prozent zu. Analysten zeigen sich überwiegend positiv: Sechzehn raten zum Kauf, das durchschnittliche Kursziel liegt rund 34 Prozent über dem Schlusskurs. Skeptiker warnen jedoch, der Kurs preise jahrelange 80-Prozent-Margen ein und lasse bei schwächerer NAND-Nachfrage kaum Fehlerraum zu. Der Auftragsbestand biete immerhin eine mehrjährige Umsatzuntergrenze.

Die Aktie von SanDisk (NASDAQ: SNDK) ist am 13. August um fast 14% gestiegen, nachdem das Unternehmen einen Auftragsbestand von 93,9 Milliarden USD bekannt gegeben und auf seinem Investorentag ein Ziel von 80% non-GAAP Bruttomarge bis zum Geschäftsjahr 2030 gesetzt hat.

Vor Investoren in Manhattan erklärte Vorstandsvorsitzender und CEO David Goeckeler, dass sein 18-monatiger Turnaround-Plan endlich Wirkung zeige. Er reagierte damit auf Skepsis, die nach sechs schwierigen Wochen für die Aktie entstanden war.

Die Ausgliederung hinter dem KI-Boom der SanDisk-Aktie

SanDisk vollendete seine Abspaltung von Western Digital im Februar 2025 und wurde ab Ende Februar eigenständig an der Börse gehandelt. Das Unternehmen wurde so ein unabhängiger Hersteller von NAND-Flash und SSDs, gerade als Datenzentren für künstliche Intelligenz (KI) eine nie dagewesene Nachfrage nach schnellen Speicherlösungen auslösten.

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Die jüngsten Nachrichten und der Kurssprung beruhen auf Kunden, die bereits Verträge unterzeichnet haben, um in den nächsten Jahren SanDisk-Chips im Wert von 93,9 Milliarden USD zu kaufen. Das veranlasst Goeckeler dazu, eine Bruttomarge von 80% anzustreben, das bedeutet, SanDisk will 80 USD von jedem 100-USD-Umsatz als Gewinn behalten.

Die Aktie ist dieses Jahr bereits um mehr als 571% gestiegen, auch nach einer starken Korrektur im Juli, die einen Großteil der Zuversicht zum Margin-Ziel von SanDisk, welche BeInCrypto wenige Tage vor dieser Rallye behandelte, kurzfristig auslöschte.

Dieser Anstieg entspricht einem allgemeinen Engpass auf dem Speichermarkt, der auch Micron Technology (KI-Nachfrage) und den Partner SK Hynix beflügelt hat, während Hyperscaler ihren Bedarf Jahre im Voraus absichern.

SanDisk ist derzeit die Aktie mit der besten Performance im S&P 500 seit Jahresbeginn, getrieben von massiven Einnahmen aus Rechenzentren, hohen Margen und großer Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Bildquelle: Trading ViewGoeckeler: Der Ertrag beginnt erst

Auf dem Investorentag gab SanDisk einen Gesamtvertragswert von 93,9 Milliarden USD von acht Kunden bekannt, wovon noch 91,1 Milliarden USD zu realisieren sind. Das Management strebt non-GAAP Bruttomargen nahe 80% und operative Margen nahe 75% bis zum Geschäftsjahr 2030 an. Damit will das Unternehmen sich von den traditionellen Boom-und-Bust-Zyklen der NAND-Flash-Preise unabhängiger machen.

Goeckeler sieht die vergangenen 18 Monate eher als Vorarbeit denn als Belohnung. Er sagte den Investoren während des Investorentags, dass er nun endlich das Gefühl habe, am Startpunkt für die echte Wertschöpfung des Unternehmens angekommen zu sein.

Sechzehn Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, drei sehen sie als Outperformer, drei raten zum Halten. Ihr durchschnittliches Kursziel liegt etwa 34% über dem Schlusskurs nach der Kursrallye zum Investorentag. Das ist laut Aufzeichnungen die größte Differenz für diese Aktie bisher.

Nicht alle Modelle sehen diese Bewertung als gerechtfertigt an. Einige Analysten meinen, dass der aktuelle Kurs bereits jahrelange 80% Margen einpreist, sodass bei schwächerer NAND-Nachfrage wenig Spielraum für Fehler besteht.

Ob die neuen SanDisk-Verträge diesen Zyklus wirklich glätten, wird sich womöglich erst in der nächsten Branchenflaute zeigen. Aktuell bietet der Auftragsbestand Investoren jedoch eine seltene Sicherheit im Speichergeschäft: eine mehrjährige Umsatzuntergrenze.

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