Trumps Öl-Anordnung trifft auf OPEC-Plus-Produktionsanstieg: Warum Benzin in Kalifornien 5,49 USD kostet

Zusammenfassung:Trump will mit der Wiederinbetriebnahme der kalifornischen Sable-Pipeline und einer OPEC+-Fördererhöhung ab September mehr Öl auf den Markt bringen, doch die Benzinpreise bleiben hoch: In Kalifornien kostet die Gallone rund 5,49 Dollar, der US-Durchschnitt liegt bei 4,10 Dollar. Per Defense Production Act wies Energieminister Wright Sable an, die seit 2015 ungenutzte Pipeline wieder zu öffnen; Gerichte blockieren den Start jedoch. OPEC+ erhöht die Förderung um 188.000 Barrel täglich, nachdem frühere Kürzungen zurückgenommen wurden. Wegen der Kriege im Iran und in der Ukraine bleibt der Ölpreis bei etwa 87 Dollar. Das heizt die Inflation an, erschwert Zinssenkungen und belastet dadurch Bitcoin. Entscheidend ist, ob die zusätzlichen Barrel tatsächlich Käufer erreichen.

US-Präsident Trump hat am Sonntag einen Beitrag des Weißen Hauses zur Wiederinbetriebnahme der Sable-Pipeline in Kalifornien geteilt. Am selben Tag hat OPEC+ beschlossen, ab September mehr Öl zu fördern.

Beide Maßnahmen bringen zusätzliches Öl auf den Markt. Bisher hilft das Autofahrern allerdings nicht. In Kalifornien kostete ein Liter Benzin Ende Juli 5,49 USD. Das ist der höchste Preis im ganzen Land.

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Warum Trump eine Anordnung aus dem März jetzt wieder aufgreift

Benzin ist teuer, und Trump weiß das.

US-Autofahrer zahlten in der Woche bis zum 27. Juli im Durchschnitt 4,10 USD pro Gallone, wie offizielle Daten zeigen. Das sind 97 Cent mehr als vor einem Jahr.

Im Juni forderte Trump von Tankstellenbetreibern, die Preise auf 2,50 USD zu senken. Dies ist bisher nicht passiert.

Kalifornien ist besonders stark betroffen mit 5,49 USD pro Gallone. Das ist etwa 1,39 USD mehr als der US-Durchschnitt, wodurch der Bundesstaat besonders im Fokus steht.

Am 13. März hat Trump eine Anordnung unterzeichnet, die Energieminister Chris Wright Notfallbefugnisse gibt. Das zugrunde liegende Gesetz, der Defense Production Act, erlaubt es Washington, private Unternehmen während einer Krise anzuweisen.

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Wright forderte Sable Offshore Corp. auf, die Santa Ynez Pipeline wieder zu öffnen. Sie war seit einer Ölkatastrophe 2015 ungenutzt.

Bereits am nächsten Tag floss wieder Öl. Sable wollte ab dem 1. April etwa 50.000 Barrel täglich verkaufen, wie eine Unternehmensmeldung zeigt. Die Leitung hat eine maximale Kapazität von 200.000 Barrel.

Gerichte verzögern den Start jedoch weiterhin. Am 17. Juni hat ein kalifornisches Berufungsgericht Sables Arbeiten an der Küste gestoppt. In einer veröffentlichten Entscheidung unterstützen die Richter das Vorgehen der Behörden.

OPEC+ Fördererhöhung öffnet nicht alle Ventile

Sieben Länder haben sich darauf geeinigt, ab September täglich 188.000 Barrel mehr zu fördern. Saudi-Arabien und Russland stellen mit je rund 62.000 Barrel den größten Anteil davon.

Dieser Schritt schließt eine Runde von Förderkürzungen ab. Die Gruppe hatte seit April 2023 jeden Tag 1,65 Millionen Barrel weniger produziert. Diese Menge ist nun komplett wieder am Markt.

Eine weitere Kürzung seit November 2023 bleibt aber bestehen. Das bedeutet, dass die Fördermengen nicht vollständig geöffnet werden.

OPEC erklärt, sie könne weiterhin schneller fördern, eine Pause einlegen oder die Erhöhung wieder zurücknehmen. Das geht aus einer Mitteilung vom Juli hervor.

Schwierige Gespräche stehen 2027 an, wenn die Gruppe neue individuelle Fördergrenzen festlegen will. Der Irak fordert bereits einen größeren Anteil.

Was das für Krypto bedeutet

Mehr Öl führt bisher nicht zu niedrigeren Preisen.

Der Brent-Ölpreis lag am 20. Juli bei rund 87 USD. US-Öl kostete etwa 84 USD. Das sind die aktuellsten Zahlen der Energy Information Administration.

Kriege in Iran und der Ukraine sind ein wichtiger Grund. Sie verhindern Ausfuhren, so dass zusätzliches Öl nur auf dem Papier verfügbar ist.

Das hat auch Folgen für Bitcoin. Teureres Öl treibt die Inflation nach oben, und höhere Energiekosten wirken sich negativ auf Bitcoin aus, weil Zinssenkungen dadurch unwahrscheinlicher werden.

Niedrigere Energiekosten haben den umgekehrten Effekt. Sie geben der US-Notenbank Raum für Zinssenkungen. Das hat auch zuvor bereits Vermögenswerte gestärkt, zum Beispiel, nachdem die Fed den Leitzins stabil hielt.

Die entscheidende Frage lautet nun: Werden die zusätzlichen Barrel im September tatsächlich Käufer erreichen oder weiterhin blockiert bleiben?

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