Am Freitag rief US-Präsident Trump seine Berater zu sich, um über einen Absatz eines rechtlichen Textes zu diskutieren. Zwei Tage später ist dieser Absatz noch immer unverändert. Der Senat stimmt am Dienstag, 15. September, ab.
Politico berichtete darüber und berief sich auf zwei Personen, die anonym bleiben möchten. Niemand sagt, wer anwesend war oder was beschlossen wurde. Das Weiße Haus äußerte sich bisher nicht.
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„…wenn das Weiße Haus kein Interesse zeigt, die Lücke im Ethik-Text zu überbrücken, wird es scheitern, sagte der republikanische Senator Thom Tillis kürzlich.
Der Absatz, um den sich alles dreht
Der CLARITY Act würde der US-Krypto endlich klare Regeln geben. Die Aufsicht würde zwischen zwei Bundesbehörden aufgeteilt. Die Wall Street will das und auch Trump unterstützt es.
Allerdings blockiert ein Absatz, denn er verbietet dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten, hochrangigen Beamten und deren Ehepartnern, eigene Coins zu starten oder zu bewerben.
Auffällig ist, dass Ehepartner einbezogen werden, Kinder jedoch nicht.
Eric Trump und Donald Trump Jr. führen World Liberty Financial, das Familien-Krypto-Unternehmen, dessen Stablecoin USD1 im August eine Banklizenz erhielt.
Eine Zusammenfassung der Minderheit im Bankenausschuss des Senats listet auf, was noch zulässig bleibt:
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- Lizenzvereinbarungen
- Blinde Trusts
- Bezahlte Auftritte bei Krypto-Veranstaltungen
Trump gab rund 1,4 Milliarden USD Krypto-Einkommen für 2025 an.
Was am Dienstag wirklich entschieden wird
Am Dienstag wird über Cloture abgestimmt, nicht über die Verabschiedung. Das bedeutet, dass die Senatoren erst das Recht erhalten, über das Gesetz zu debattieren. Dafür sind 60 Stimmen nötig, Republikaner haben 53 Stimmen. Somit müssten sieben Demokraten zustimmen. Seit Monaten sagen diese jedoch, dass sie das nur tun, wenn auch die Kinder einbezogen werden.
Am 8. September lag die Wahrscheinlichkeit auf Polymarket laut Schätzungen bei etwa 16 %, doch nach dem Treffen am Freitag stieg sie auf 23 % an.
CLARITY Act: Wahrscheinlichkeit für Verabschiedung laut Wettenden. Quelle: Polymarket
„Schlechter Tag für Clarity-Act-Zweifler, bemerkte Patrick Witt nach dem Treffen am Freitag.
Patrick Witt ist Krypto-Politikberater von Trump. Er sagte nicht, was sich geändert hat. Auch andere äußerten sich nicht. Nur noch ein Arbeitstag, der Montag, bleibt.

