Politisches Dilemma – Twitter fordert Elon Musk zur „Versteuerung“ von Tesla-Aktien auf

Zusammenfassung:Tesla-Chef Elon Musk reagiert auf die Pläne zur Besteuerung der Superreichen, indem er Anleger und Politik in eine Zwickmühle manövriert.

William Suberg

Politisches Dilemma – Twitter fordert Elon Musk zur „Versteuerung von Tesla-Aktien auf

Der Tesla-Chef hat eine Umfrage eröffnet, die den Verkauf von TSLA im Wert von 23 Mrd. US-Dollar zur Folge haben könnte.

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Elon Musk, der reichste Mensch der Welt und ein ausgewiesener Fan von Bitcoin (BTC), hat angekündigt, 10 % seiner Tesla-Aktien (TSLA) zu verkaufen, falls die Twitter-Community dies will.

Auslöser für dieses scheinbare Versprechen ist eine Twitter-Diskussion vom 6. November zum Thema der amerikanischen Steuerpolitik. Hier klinkte sich auch Musk ein und bot an, den entsprechenden Anteil seiner Tesla-Aktien im Wert von 23 Mrd. US-Dollar zu veräußern, falls die Mehrheit der Twitter-Nutzer dies wünscht.

Twitter fordert Musk zum Verkauf

Auslöser der Debatte ist die neue US-Finanzministerin Janet Yellen, die verstärkt die „unverschämt reichen Amerikaner zur Kasse bitten will, zu denen natürlich auch Musk gehört.

Im Zuge dessen hatte Yellen in Aussicht gestellt, zukünftig nicht realisierte Gewinne aus Finanzprodukten versteuern zu wollen. Ein Vorschlag, der bei der Krypto-Community nicht unbedingt für Begeisterung gesorgt hat.

Musk, der nicht nur besonders reich ist, sondern auch in Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether (ETH) und den Dogecoin (DOGE) investiert hat, ist von diesen Plänen gleich doppelt betroffen. Nichtsdestotrotz hält er sich mit direkter Kritik zurück und bietet stattdessen an, 10 % seiner Tesla-Aktien zu verkaufen, um die daraus erzielten Gewinne versteuern zu können.

„Ich werde mich an das Ergebnis der Umfrage halten, egal wie es ausfällt, so der erfolgreiche Unternehmer.

Dem fügt er an, dass er ansonsten keinerlei Gehalt oder Boni bezieht, weshalb der Aktienverkauf die einzigen steuerpflichtigen Einnahmen für ihn generieren würde.

Damit zeigt Musk letztendlich das Dilemma dieses politischen Vorhabens auf, denn obwohl eine verstärkte steuerliche Belastung der Superreichen gesellschaftlich wünschenswert ist, würde durch die Versteuerung von nicht realisierten Gewinnen Tür und Tor für steuerrechtliche Willkür geöffnet werden, die vermutlich sowohl große Unternehmen als auch wohlhabende Privatpersonen zur Flucht und Aktienkurse in den Keller treiben würde.

Bei Redaktionsschluss votieren 57 % der 3,2 Mio. Teilnehmer der Twitter-Umfrage für einen Verkauf von Musks Tesla-Aktien. Dies wären umgerechnet 19,3 Mio. TSLA-Aktien zu einem aktuellen Kurswert von 1.222 US-Dollar pro Stück, was einen Gesamtwert von 23.582.600.000 US-Dollar bedeuten würde.

Günstiger Zeitpunkt?

Wie Cointelegraph berichtet hatte, haben die jüngsten Zugewinne des Tesla-Wertpapiers in Verbindung mit der 1,5 Mrd. US-Dollar schweren Bitcoin-Investition des Unternehmens dafür gesorgt, dass „Elon ein Privatvermögen von mehr als einer Viertelbillion Dollar erreicht hat.

Im Oktober hatte der Unternehmer vor steigender Inflation gewarnt, die seiner Meinung nach noch länger andauern könnte.

Dass sich die Entscheidungen des reichsten Menschen der Welt auch auf den Bitcoin-Kurs auswirken, wurde deutlich, als Tesla vor wenigen Monaten plötzlich Zahlungen in Form der marktführenden Kryptowährung eingestellt hat.

Wie Cointelegraph berichtet hat, könnte diese Entscheidung zukünftig jedoch rückgängig gemacht werden.

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