Die Liquid-Hacker haben am Montag 3.400 Bitcoin zurückgegeben, also den Großteil der rund 3.998 BTC, die sie am Wochenende aus dem Netzwerk verschoben hatten. Etwa 598 BTC blieben zurück.
Liquid ist eine Bitcoin-Sidechain, die von Blockstream entwickelt wurde. Nutzer sperren Bitcoin auf der Hauptblockchain und erhalten dafür einen passenden Token, L-BTC, der schneller und privater übertragen werden kann.
Blockstream: Die Brücke wurde vor der Rückgabe der Coins abgesichert
Die Rückgabe erfolgte unter einer Bedingung der Angreifer. Sie forderten, dass Blockstream zuerst die Schwachstelle behebt und dafür sorgt, dass alle Knotenpunkte, die die Brücke betreiben, aktualisiert sind.
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Normalerweise ist für das Verschieben von Bitcoin aus der Brücke die Zustimmung von elf der 15 Unternehmen nötig, die Liquid betreiben. Die Transaktion am Wochenende ging jedoch an eine neue Adresse.
Blockstream meldete sich am Montagmorgen in einer Bitcoin-Transaktion, signierte die Nachricht und ermöglichte so die Überprüfung, dass sie vom Unternehmen stammt. Laut Blockstream waren die Brückenknotenpunkte aktualisiert und die Vermögenswerte konnten sicher zurückgegeben werden.
Die Coins wurden wenige Stunden später verschoben. Das Bitcoin-Netzwerk zeichnete die Transaktion in Block 965.950 um 19:09 UTC auf.
Nahezu 600 Bitcoin befinden sich weiterhin bei den Liquid-Hackern
Rund 598,5 BTC verbleiben in der Adresse der Angreifer, diese sind beim Bitcoin-Kurs am Montag von etwa 79.100 USD ungefähr 47 Millionen USD wert. Keiner der beiden Seiten hat bislang erklärt, warum.
Dieses Schweigen beschäftigt Charles Guillemet, Technikchef des Hardware-Wallet-Herstellers Ledger, der das „White Hat-Label bereits am Sonntag hinterfragte.
So, 3,400 BTC were refunded. The “white hats” still hold 600 BTC. If this was ever a negotiated reward under an encrypted contract signed on-chain, it looks more like extortion than white-hat hacking!
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BeInCrypto berichtete am Sonntag, dass Liquid Peg nach dem Abfluss weiterhin ausgeglichen war und die Hinweise der Angreifer als Auftakt einer Verhandlung und nicht als Diebstahl zu verstehen seien. Diese Einschätzung war zutreffend.
Blockstream schaltete die Brücke ab und forderte die Börsen auf, L-BTC-Ein- und Auszahlungen einzufrieren. Es ist bisher nicht bekannt, wann der Dienst wieder aufgenommen wird oder wie die Lücke, die durch die fehlenden Coins entstanden ist, ausgeglichen werden soll.

