Die Wall Street verzeichnete am Dienstag den dritten Verlusttag in Folge. Neue US-Angriffe auf den Iran ließen den Ölpreis deutlich steigen, und laut CNBCs Jim Cramer halten jetzt drei Kräfte die Märkte, auch Bitcoin, volatil.
Der Dow fiel um 419 Punkte, und der Nasdaq verlor 1%. Beide Rückgänge spiegeln geopolitische Schocks, Stress am Anleihemarkt und einen strikten neuen Fed-Chef wider. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe stieg auf 4,79%.
Drei Faktoren, die die Wall Street erschüttern
Der erste dieser drei Faktoren ist Iran. Neue US-Angriffe nahe der Straße von Hormus ließen den Preis für Brent-Öl am Dienstagabend um 4,6% auf 95,70 USD je Barrel steigen. US-Rohöl schloss erstmals seit über einem Monat über 90 USD.
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Cramer erklärt, dass sich dieses Muster wiederholt, da Irans jüngste Hormus-Drohung immer wieder aufkommt, wenn die Hoffnung auf einen Waffenstillstand schwindet.
Der zweite Faktorist die Federal Reserve. Der Vorsitzende der Federal Reserve, Kevin Warsh, hat signalisiert, dass er die Zinsen anheben würde, selbst wenn dies eine Rezession zur Folge hätte.
Cramer vergleicht ihn mit dem früheren Fed-Chef Paul Volcker, der ebenfalls eine strikte Haltung gegenüber der Inflation einnahm. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September sehen Trader jetzt bei 66%, vor einer Woche lag sie noch bei etwa 40%.
Der dritte Faktor ist der Präsident selbst. Cramer schätzt, dass ein provokanter Post des Präsidenten zum Iran die wichtigsten Indizes um ungefähr einen Viertel Prozentpunkt senkt. Ein tatsächlicher Angriff kann die Märkte um ein halbes Prozent drücken und den Ölpreis um zwei Prozentpunkte steigen lassen. Laut Cramer handelt es sich um eine Volatilitätsprämie ohne festes Ablaufdatum.
Das Team von Cramer reduzierte zudem sein Engagement in Rechenzentren vor der Wahl im November, da es politische Risiken für KI-Unternehmen sieht. Die Kernbeteiligungen in Nvidia und Apple wurden jedoch beibehalten.
Auch Bitcoin steht unter Druck
Der Druck hat sich auch auf digitale Vermögenswerte ausgeweitet. Bitcoins kurzer Rückgang unter 77.000 USD am Dienstag entsprach der allgemeinen Risikoaversion an den Märkten.
Bitcoin ist kurzfristig unter 77.000 USD gefallen. Bildquelle: BeInCrypto
Investoren verringerten ihr Engagement sowohl bei Aktien als auch bei Krypto. Ether fiel zusammen mit Bitcoin, da Trader das Risiko im gesamten Sektor reduzierten. Cramers Investmentclub erhöhte den Kassenbestand auf mehr als 15%, den höchsten Stand in seiner 25-jährigen Geschichte.
Er setzt darauf, dass die heftigen Schwankungen anhalten, bis sich der Konflikt mit Iran beruhigt oder der weitere Kurs der Fed klarer wird. Der nächste wichtige Termin ist am Freitag, wenn der Arbeitsmarktbericht für August die Erwartungen an weitere Zinsschritte erneut beeinflussen könnte.

