Summary
- Taiwan hat ein umfassendes neues Gesetz zur Regulierung seines Kryptosektors verabschiedet, das alle Anbieter von virtuellen Vermögenswerten verpflichtet, Lizenzen zu erwerben und strengere Anforderungen an Betrieb, Governance und Verwahrung einzuhalten.
- Die Gesetzgebung sieht zudem strenge Sanktionen bei Verstößen vor und führt strengere Vorschriften für Stablecoins ein, was auf einen Wandel von einer einfachen AML-Überwachung hin zu einer umfassenden behördlichen Aufsicht hinweist.
Taiwan hat einen bedeutenden Schritt zur Regulierung seines digitalen Vermögenswertsektors unternommen, indem es umfassende neue Vorschriften für den Betrieb von Kryptowährungen erlassen hat.
Am Dienstag genehmigten die Gesetzgeber im Legislativ-Yuan die Gesetz über virtuelle Vermögenswerte während seiner dritten Lesung, und leitet es zur formellen Unterzeichnung an Präsident Lai Ching-te weiter, die voraussichtlich innerhalb der nächsten zehn Tage erfolgen wird.
Nach Unterzeichnung wird der Exekutiv-Yuan das offizielle Inkrafttretungsdatum der Vorschriften festlegen.
Die Gesetzgebung verlangt von allen Anbietern von virtuellen Vermögenswertdiensten, einschließlich Kryptowährungsbörsen und -plattformen, eine ausdrückliche Lizenzierung durch die Finanzaufsichtskommission (FSC), bevor sie legal im Land tätig werden dürfen.
Es bringt auch strengere Standards im Bereich der Cybersicherheit, die Trennung von Kundengeldern von Firmenvermögen sowie die Stärkung der internen Governance und des Risikomanagements mit sich.
Plattformen, die bereits für die Einhaltung der Anti-Geldwäsche-Vorschriften registriert sind, erhalten eine 12-monatige Karenzzeit, um Lizenzanträge einzureichen, sowie insgesamt bis zu 21 Monate, um die vollständige Genehmigung der FSC und alle anderen erforderlichen Genehmigungen zu erhalten. Bisher mussten Kryptowährungsunternehmen, die in Taiwan tätig sind, nur die Registrierung zur Einhaltung der Anti-Geldwäsche-Vorschriften vornehmen.


