Summary
- Bitcoin und Ether fielen, nachdem der Diebstahl von 114 Millionen US-Dollar aus der Coldcard-Hardware-Wallet das Vertrauen in die Selbstverwahrung erschütterte und einige Inhaber dazu veranlasste, wieder auf Börsen zurückzugreifen.
- Die Derivatemärkte zeigten gemischte Signale, wobei das offene Interesse an BTC-Futures auf einem Einmonatshoch lag, ein leicht bärischer Long-Short-Skew vorherrschte und die Volatilität der Optionen stabil blieb, da Call-Wetten sich um 68.000 und 70.000 USD ballten.
- NEAR Protocol meldete ein kumuliertes Volumen von mehr als 24 Milliarden US-Dollar für sein Intents-System und führte quantensichere Kryptographie, dynamisches Resharding sowie KI-Compute-Staking ein.
Bitcoin und Ether (ETH) stehen unter Druck, nachdem die Multimillionen-Dollar-Hack des Hardware-Wallets Coldcard tritt in den fünften Tag ein, was Fragen hinsichtlich der Sicherheit der direkten Verwahrung als Anlagestrategie aufwirft.
Der Vorfall hat die Stimmung in den sozialen Medien der Kryptowährungsbranche erschüttert, insbesondere bei zahlreichen Kleinanlegern klagend über langfristige Bestände zu verlieren und ihren Glauben an Kryptowährungen neu zu bewerten.
„Schlimmer für die Stimmung ist, dass der Hack die Inhaber verunsichert hat und sie dazu gebracht hat, Coins zurück an die Börsen zu senden, was dem Selbstverwahr-Trend, auf dem die Kryptowelt basiert, entgegenläuft“, erklärten Analysten bei Marex. „Wenn das Wackeln die Cold Storage selbst betrifft, hilft ein günstigeres Fass nicht weiter.”
Angesichts der Ernsthaftigkeit der Lage und der gestohlenen Bitcoins im Wert von 114 Millionen US-Dollar erscheint die Kursreaktion der größten Kryptowährung relativ verhalten. BTC lag zuletzt 24 Stunden lang 1,5 % niedriger bei 62.595 US-Dollar, ein Niveau, das in den letzten Wochen mehrfach erreicht wurde, während Ether um fast 2 % auf 1.842 US-Dollar fiel. Der CoinDesk DeFi Select Index ist um 2,5 % gefallen.


