Summary
- Bitcoin ist in diesem Jahr um 28 % gefallen, und sein 365-Tage-Sharpe-Ratio ist auf nahezu minus 20 gesunken, was auf extrem schlechte risikobereinigte Renditen hinweist.
- Ein negativer Sharpe Ratio bedeutet, dass Anleger besser mit risikofreien Anlagen wie 10-jährigen US-Staatsanleihen aufgehoben gewesen wären, die derzeit etwa 4,45 % Rendite bieten.
- Ebenso niedrige Sharpe-Ratio-Werte in den Jahren 2015, 2019 und 2022 korrespondierten mit den Tiefpunkten der Bärenmärkte.
Bitcoin ist in diesem Jahr bisher um 28 % gefallen, ein brutaler Rückgang, der durch die Betrachtung des Sharpe-Quotienten, einer Kennzahl, die professionelle Investoren verwenden, um zu bestimmen, welcher Anteil ihres Portfolios einem bestimmten Vermögenswert zugewiesen werden soll, noch negativer erscheint.
Das Sharpe-Verhältnis ist der Goldstandard zur Messung risikobereinigter Renditen und wurde von dem mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Ökonomen entwickeltWilliam F. Sharpe.
Der 365-Tage rollierende Sharpe Ratio von Bitcoin fiel Ende Juni auf -21, den niedrigsten Wert seit Ende 2022, laut der Datenquelle CryptoQuant. Kürzlich lag er knapp unter -20.
Diese stark negative Kennzahl zeigt an, dass ein Bitcoin-Investor im betrachteten Zeitraum zusätzliche Marktschwankungen einging, während er eine Rendite erzielte, die deutlich schlechter war als die eines risikofreien Investments, wie beispielsweise der 10-jährigen US-Staatsanleihe. Die Benchmark-Anleihe bot kürzlich eine Rendite von etwa 4,45 % an.
Der Sharpe Ratio von BTC sinkt auf nahezu -20. (CryptoQuant, Joao Wedson)
Die Sharpe Ratio wird berechnet, indem die risikofreie Rendite von der Gesamtrendite des Vermögenswerts über einen bestimmten Zeitraum subtrahiert wird, und das Ergebnis anschließend durch die Standardabweichung des Vermögenswerts (ein Maß für die Preisvolatilität) geteilt wird. Ein positiver Wert bedeutet, dass Investoren für die Übernahme des Volatilitätsrisikos belohnt werden. Ein negativer Wert deutet darauf hin, dass sie bestraft werden.


