Bitcoin übersteigt 81.000 USD, Gold verzeichnet den besten Monat seit 1999

Zusammenfassung:Bitcoin stieg am Dienstag zeitweise auf 81.165 USD, bevor er auf 80.792 USD nachgab, ein Plus von 4,5 Prozent in 24 Stunden. Auch Gold erreichte den höchsten Stand seit über drei Monaten. Beide Anlageklassen profitieren von einem schwächeren US-Dollar und fallenden Anleiherenditen. Der Gold-Spotkurs legte um 0,6 Prozent auf 4.677,19 USD je Unze zu; das Monatsplus liegt bei rund 13 Prozent. Analysten von UOB sehen die beste Monatsperformance seit 1999. Im Fokus steht nun Fed-Chef Kevin Warsh vor dem Jackson-Hole-Symposium. Ein restriktiver Ton könnte die Rallyes bremsen, während eine überraschend lockere Haltung laut Citi den „Entwertungshandel verstärken dürfte. Die weitere Entwicklung hängt von den Fed-Signalen ab.

Bitcoin (BTC) stieg am Dienstag auf bis zu 81.165 USD, bevor der Kurs auf 80.792 USD nachgab. Das entspricht einem Plus von 4,5% in 24 Stunden. Gleichzeitig erreichte Gold seinen höchsten Kurs seit über drei Monaten. Beide Vermögenswerte steigen aus den gleichen Gründen.

Ein schwächerer US-Dollar und fallende Anleiherenditen ziehen gleichzeitig Geld in Gold und Bitcoin. Investoren beobachten zudem, welche Signale es zur Entwicklung der Leitzinsen geben wird.

Gold: Rallye strebt 27-Jahres-Hoch an

Der Gold-Spotkurs stieg am Dienstag um 0,6% auf 4.677,19 USD pro Unze. Das ist der beste Stand seit Mitte Mai. Das Edelmetall steht aktuell bei einem Monatsplus von rund 13%. Auch die Gold-Futures erreichten ein Drei-Monats-Hoch nahe 4.720 USD.

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Gold hat aus ähnlichen Gründen wie Bitcoin zugelegt. Bildquelle: Trading Economics

UOB-Analysten bewerten die Entwicklung als beste Monatsperformance von Gold seit 1999. Die letzte vergleichbare Rallye gab es im September 1999, als mehrere europäische Zentralbanken vereinbarten, ihre Goldverkäufe zu begrenzen. Damit endete ein längerer Preisrückgang.

Die aktuelle Rallye hat jedoch andere Gründe. Investoren reagieren eher auf den schwachen Dollar und neue Sorgen um die Unabhängigkeit der Fed statt auf einen Schock durch das Angebot der Zentralbanken.

Der Dollar und die Renditen treiben die Kurse

Der US-Dollar-Index hat in diesem Monat 0,8% verloren. Dadurch wird Gold, das in Dollar gehandelt wird, für ausländische Käufer günstiger. Die Renditen der US-Staatsanleihen blieben im Großteil des August erhöht. Durch das Rückkaufprogramm der Regierung sanken sie jedoch um rund drei Basispunkte, was die Opportunitätskosten des nicht verzinsten Goldes senkt.

Auch Bitcoin zeigt eine ähnliche Entwicklung. Der Coin fiel vergangene Woche kurzzeitig unter die Marke von 80.000 USD, weil manche Kritiker das gleiche Rückkaufprogramm der Treasury infrage stellten. Kurz darauf wurde das Niveau aber wieder zurückerobert und weiter gesteigert. Ein Manager von Strive verwies jüngst darauf, dass der Bitcoin-Ausbruch gegenüber Gold ein Zeichen für das Ende des Bärenmarkts sei.

Bitcoin hat kurzzeitig die 81.000 USD überschritten. Bildquelle: BeInCrypto

Im Fokus steht nun Fed-Chef Kevin Warsh, der noch vor dem dieswöchigen Jackson Hole Symposium spricht. Dieses jährliche Treffen der Zentralbanken gilt als wichtiger Impulsgeber für die künftige Geldpolitik.

Ein „hawkisher“ Ton der Fed könnte die aktuellen Rallyes bremsen. Analysten von Citi gehen davon aus, dass eine überraschend „dovische” Haltung dagegen zu einem Fokus auf den „Entwertungshandel führen würde. Damit wären neue Sorgen über die Unabhängigkeit der Fed und die Tragfähigkeit der US-Staatsverschuldung gemeint.

Wie Bitcoin auf die Signale der Fed in dieser Woche reagiert, bleibt offen. Diese Kryptowährung hat sich vielfach anders als klassische sichere Häfen entwickelt, selbst wenn die makroökonomische Lage ähnlich erscheint. Dennoch preisen derzeit beide Märkte vergleichbare Risiken ein.

Ein schwächerer Dollar und niedrigere Renditen haben bislang die Rallye begünstigt. Der nächste Schritt der Fed könnte nun darüber entscheiden, ob sie sich fortsetzt oder ins Stocken gerät.

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