Schwache US-Arbeitsmarktdaten im Juni heben Bitcoin-Kurs auf 62.000 USD, bringt Freitag einen Rückgang?

Zusammenfassung:Der anstehende US-Arbeitsmarktbericht für Juli dürfte für Bitcoin entscheidender sein als der letzte. Im Juni sorgte ein schwacher Bericht mit nur 57.000 neuen Stellen statt der erwarteten rund 115.000 für eine Rallye auf fast 62.000 Dollar, weil Händler darauf setzten, dass die verfehlten Erwartungen Zinserhöhungen verhindern würden. Diesmal erwarten Ökonomen etwa 85.000 bis 88.000 neue Stellen. Ein starkes Ergebnis würde die Argumente für weitere Zinserhöhungen untermauern und Bitcoin belasten; ein schwacher Bericht könnte neue Zinssenkungshoffnungen wecken und den Kurs stützen. Auch das Lohnwachstum ist wegen der Inflation entscheidend. Bitcoin verlor am 31. Juli rund 3 Prozent. Der Bericht erscheint fünf Wochen vor der Fed-Sitzung am 16. September und gilt als wegweisend für die Marktrichtung.

Beim letzten Mal, als Bitcoin mit einem Bericht zu den US-Arbeitsmarkt-Daten (Nonfarm Payrolls) konfrontiert wurde, kam es zu einer Rallye. Der Bericht am Freitag könnte für Trader jedoch weniger freundlich ausfallen.

Am 2. Juli lagen die Zahlen für den US-Arbeitsmarkt im Juni deutlich unter den Erwartungen. Die US-Wirtschaft schuf nur 57.000 neue Stellen, während Ökonomen etwa 115.000 erwartet hatten. Der Bitcoin-Kurs stieg an diesem Tag um 4 % auf fast 62.000 USD und kletterte am folgenden Wochenende weiter Richtung 64.000 USD, da Trader darauf wetteten, dass die verfehlten Erwartungen die US-Notenbank davon abhalten würden, die Zinsen anzuheben.

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Warum dieses Mal alles anders sein könnte

Der Arbeitsmarktbericht für Juli am Freitag bietet eine deutlich höhere Messlatte. Ökonomen erwarten laut einer Umfrage von Bloomberg einen Anstieg von etwa 85.000 bis 88.000 neuen Stellen und damit fast doppelt so viele wie im Juni. Arbeitgeber in den USA haben offenbar auch im Juli weiter eingestellt, obwohl geopolitische Spannungen und eine anhaltend hohe Inflation die Konjunkturaussichten belasten.

Der Bitcoin-Kurs zeigte in dieser Woche eine gewisse Volatilität, aber der letzte Arbeitsmarktbericht sorgte für einen positiven Impuls. Bildquelle: BeInCrypto

Ein besseres Ergebnis als erwartet würde gegen eine Zinssenkung sprechen. Vertreter der US-Notenbank haben bereits eine weitere Zinserhöhung ins Gespräch gebracht, und drei Entscheidungsträger sprachen sich auf der letzten Sitzung für eine Anhebung aus. Daher ist der Arbeitsmarktbericht am Freitag für die Märkte so wichtig wie seit Monaten kein Einzelbericht mehr.

Bitcoin steht schon jetzt unter diesem Druck. Der Coin verlor am 31. Juli rund 3 % und bewegte sich bei etwa 63.080 USD. Die Renditen dreißigjähriger US-Staatsanleihen stiegen in derselben Woche auf den höchsten Stand seit 2007. Das zeigt, dass die Anleihemärkte mit einer restriktiveren Geldpolitik rechnen.

Was das Ergebnis beeinflussen könnte

Der Zusammenhang gilt in beide Richtungen. Ein schwacher Bericht, wie im Juni, würde neue Hoffnungen auf Zinssenkungen wecken und könnte den Bitcoin-Kurs erneut steigen lassen. Damals wurden nur 57.000 Stellen geschaffen, verglichen mit Prognosen von rund 110.000, sodass Bitcoin stieg, als neue Wetten auf Zinssenkungen hinzukamen.

Ein starker Bericht würde die Argumente für eine Zinserhöhung bestärken. Zudem würden kräftig steigende Löhne den Druck auf die Fed verstärken. Besonders das durchschnittliche Stundenentgelt ist aktuell wichtig, denn anhaltendes Lohnwachstum trägt zur Inflation bei, gegen die die Fed weiterhin kämpft.

Der Bericht am Freitag, der am 7. August vorgelegt wird, erfolgt etwa fünf Wochen vor dem Treffen der US-Notenbank am 16. September. So haben die Entscheidungsträger Zeit, die Daten gemeinsam mit den Inflationszahlen vom 12. August auszuwerten, bevor sie eine Entscheidung treffen.

Die Daten am Freitag werden daher wichtiger sein als jede andere Nachricht dieser Woche und könnten entscheiden, wohin sich der Grundtrend entwickelt.

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