Take-Two verliert 2,83 Milliarden USD durch GTA 6 Leaks vor Netflix-Enthüllung

Zusammenfassung:Nachdem neue GTA-6-Leaks nahelegen, dass der Leaker Cyberleek eine spielbare Version des unveröffentlichten Spiels besitzt, verlor Take-Two zeitweise rund 2,83 Milliarden US-Dollar an Marktwert; ein Teil des Verlusts wurde inzwischen ausgeglichen. Cyberleek veröffentlichte Clips und fordert eine Disc-Version, keinen kostenpflichtigen Einzelspieler-DLC und vollständigen Offline-Zugriff. Beobachter vermuten jedoch eher eine Monetarisierungsaktion mit Krypto-Werbung. Auf Piraterie-Webseiten kursiert nun schädliche Software, die als geleakte GTA-6-Kopie getarnt ist; eine spielbare Version existiert dort nicht. Rockstar und Take-Two schweigen bislang. Der Aktienkurs fiel von 248,13 auf 232,84 US-Dollar und schloss später bei 240,15. Der geplante Release-Termin bleibt der 19. November, eine Netflix-Präsentation folgt am 27. August.

Take-Two Interactive hat in weniger als zwei Tagen rund 2,83 Milliarden USD an Marktwert verloren, nachdem neues GTA 6-Material vermuten lässt, dass der Leaker Cyberleek eine Live-Version des unveröffentlichten Spiels von Rockstar spielt.

Ein Teil dieses Verlustes wurde inzwischen wieder ausgeglichen. Gleichzeitig kursiert schädliche Software, die als geleakte Version getarnt ist, nun auf Piraterie-Webseiten.

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Was die neuen GTA 6-Aufnahmen tatsächlich zeigen

Cyberleek veröffentlichte über mehrere Tage Clips und Bilder. Ein Video zeigt zum Beispiel die Spielfigur Jason, wie er das Wort LEEK mit Kugeln an eine Wand sprüht. Dadurch scheint das Konto tatsächlich eine spielbare Version, nicht nur altes Testmaterial zu nutzen.

Weitere Clips zeigen einen Flug mit dem Flugzeug über Vice City sowie eine Zwischensequenz, in der es um VPN-Nutzung geht. Forbes berichtet, dass diese Version wahrscheinlich von 2025 stammt. Rockstar und Take-Two haben bisher keine Stellung genommen.

Die Gruppe verbindet die Leaks mit drei Forderungen. Sie möchte eine Disc-Version, keinen kostenpflichtigen Einzelspieler-DLC und einen vollständigen Offline-Zugriff. Diese Punkte dienen als Bedingungen, um die weiteren Leaks zu stoppen. Ein Bericht deutet an, dass es sich um einen Erpressungsversuch im Zusammenhang mit dem geplanten digitalen Vertriebsmodell von Rockstar handelt. Auch Sony erlebte im Juli mit seinem PlayStation-Disc-Protest eine ähnliche Reaktion.

Der angebliche Einsatz für Verbraucherrechte hat auch eine geschäftliche Seite. Cyberleek versieht seine Veröffentlichungen mit Werbung für Kryptowährungen und veröffentlichte kürzlich eine kostenpflichtige Umfrage. Reporter, die die Leaks beobachten, haben zudem Links aufgedeckt, die vermutlich zu einem Krypto-Betrug führen. Das Gesamtbild wirkt deshalb weniger wie ein Protest und eher wie eine auf Monetarisierung ausgelegte Leak-Aktion.

Rockstar strebt weiterhin den 19. November als Veröffentlichungstermin an. Take-Two bestätigte dieses Datum im Juli. Ein ausführlicher Blick auf GTA 6 erscheint zudem auf Netflix am 27. August um 15 Uhr ET, also in sechs Tagen.

Warum die Aktie zunächst fiel und sich dann stabilisierte

TTWO lag am 18. August vor Veröffentlichung der Leaks bei 248,13 USD. Danach fiel der Kurs auf 232,84 USD, also um 15,29 USD je Aktie. Laut einer Berechnung entsprach das einem Verlust von etwa 2,83 Milliarden USD an Marktwert für Take-Two.

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Die Aktie schloss später bei 240,15 USD, ein Plus von 1,31%. TTWO notiert in diesem Jahr 6,81% niedriger. Etwa 1,5 Milliarden USD des Verlustes sind noch offen. Die Aktie fiel zudem auch bei Start der Vorbestellungen im Juni.

GTA 6 Publisher Take-Two Aktien-Chart. Quelle: TradingView

Investoren haben Vergleichbares schon erlebt. Ein Sicherheitsvorfall im Jahr 2022 führte dazu, dass etwa 90 Clips von Rockstar online gelangten, dennoch litten die Verkaufszahlen damals nicht.

Für Fans besteht ein größeres Risiko. Es gibt auf Piraterie-Webseiten noch keine spielbare GTA 6-Version, auch wenn Download-Links dort verbreitet werden.

Malware disguised as leaked GTA 6 copies are popping up on piracy sites. https://t.co/egYtxyAML7 pic.twitter.com/wcXWva3g2P

— IGN (@IGN) August 20, 2026

Diese Dateien sind schädliche Software. NordVPN teilte IGN mit, dass gefälschte Downloads das ganze Jahr über kursieren und mit den neuen Leaks stark zugenommen haben.

Die Download-Links zu ignorieren ist daher die einzige sichere Option. Ähnlich leerte eine gefälschte App eine Wallet vergangene Woche nach Veröffentlichung im App Store von Apple.

Da Rockstar bislang schweigt, bleibt das tatsächliche Ausmaß des Vorfalls unklar. Die Netflix-Präsentation in der kommenden Woche gibt dem Studio eine Gelegenheit, das Narrativ neu zu bestimmen.

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