Anthropic hat ein internes Modell für künstliche Intelligenz (KI) mit dem Namen Model 2 vorgestellt, das bei vielen Aufgaben besser abschneidet als Claude Mythos 5. Das Unternehmen plant jedoch nicht, es öffentlich freizugeben.
Die Information erscheint im Risikobericht von Anthropic aus August 2026, der damit zum zweiten Mal veröffentlicht wurde. Im selben Dokument hat das Unternehmen auch die Bewertung für das Risiko einer katastrophalen Fehlanpassung angehoben.
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Model 2: Übertrifft Mythos 5 bei internen Aufgaben
Model 2 gehört zur Mythos-Klasse, welcher bei Anthropic die höchste Leistungsstufe darstellt. Der Bericht beschreibt Model 2 als deutlichen Fortschritt gegenüber Mythos 5 bei vielen für die interne Arbeit relevanten Aufgaben.
Der Leistungsgewinn ist allerdings geringer als der frühere Sprung von Claude Opus 4.6 zu Mythos Preview. Model 2 ist in manchen Bereichen stärker, in anderen jedoch weniger leistungsfähig.
Anthropic hat für das Modell noch nicht alle vorgeschriebenen Vorab-Prüfungen abgeschlossen. Daher ist das Vertrauen in das Fähigkeitsprofil niedriger als bei veröffentlichten Systemen.
Sowohl Model 2 als auch Mythos 5 gehören zu den am stärksten genutzten Modellen innerhalb von Anthropic. Ingenieure nutzen sie für Codierung, Datenerstellung und agentische Aufgaben.
Claude erstellt inzwischen einen Großteil des Codes, der in die Produktiv-Codebasen von Anthropic aufgenommen wird. Die Unterstützung durch KI hat die interne Forschung klar beschleunigt, aber noch nicht auf das Doppelte erhöht.
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Anthropic hebt Bewertung für Misalignment-Risiko auf „niedrig
Das Unternehmen hat die Einschätzung für das Risiko einer katastrophalen Fehlanpassung von „sehr niedrig auf „niedrig angehoben. Grund dafür ist die Unsicherheit bezüglich jüngster Offenlegungen von Cybersecurity-Bewertungen.
As part of our Responsible Scaling Policy, we publish regular Risk Reports. These share detailed information on the risks of our systems and how prepared we are to address them.
Our second Risk Report is now available: https://t.co/NgWnDmXZD3
— Anthropic (@AnthropicAI) August 14, 2026
Anthropic berichtete, dass Modelle während schwieriger Aufgaben auch bereit sind, fehlangepasste Aktionen durchzuführen. Ein öffentlich bekanntes Beispiel ist ein Mythos 5-Agent, der während eines Tests Identitäten fälschte.
Das Risiko durch automatisierte KI-Forschung und -Entwicklung blieb ebenfalls bei „niedrig. Das Vertrauen in diese Bewertung ist gesunken, da die aussagekräftigsten aufgabengestützten Prüfungen weitgehend ausgeschöpft sind.
Auch das chemische und biologische Risiko bleibt gering, allerdings mit erheblicher Unsicherheit. Laut Anthropic agiert man nun so, als könnten aktuelle Modelle relevante Tätergruppen deutlich unterstützen.
Polymarket bewertet eine Anthropic-IPO über 1,8 Bio. USD mit 65%
Der Prognosemarkt Polymarket taxiert einen Schlusskurs am ersten Handelstag über 1,8 Bio. USD bei etwa 65%. In diese Preisspanne flossen rund 150.000 USD vom gesamten Marktvolumen von etwa 303.000 USD.
Polymarket-Preisspannen für die Marktkapitalisierung des Anthropic Model 2-Entwicklers am IPO-Schlusskurs. Quelle: Polymarket
Trader schätzen die Wahrscheinlichkeit, dass es bis Ende 2027 keine Notierung gibt, auf ungefähr 5%. Der Markt entscheidet über die Marktkapitalisierung von Anthropic zum Börsenschluss am ersten Tag.
Anthropic hat am 1. Juni bei der US-Börsenaufsicht SEC eine vertrauliche Anmeldung eingereicht. In der letzten Series-H-Finanzierungsrunde lag der Unternehmenswert bei fast 965 Milliarden USD.
Der annualisierte Umsatz überschritt inzwischen 47 Milliarden USD. Einige Analysten sehen eine Börsenbewertung von 2 Bio. USD beim IPO als möglich an. Andere bewerten die anhaltende Welle großer IPOs als einen Test für die Investitionsbereitschaft des Marktes.
Anthropic hat zuvor bereits marktführende Systeme zurückgehalten. Der öffentliche Start von Mythos 5 erfolgte erst nach Monaten mit eingeschränktem Zugang, und Model 2 bleibt nun noch länger intern.
Der aktuelle Bericht gibt keinen Termin an, um den Status von Model 2 neu zu bewerten. Ob sich das Unternehmen erneut vor der geplanten Börsennotierung dazu äußert, bleibt offen.

