Benjamin Cowen, Gründer von Into The Cryptoverse, sagt, dass es eine 65%-ige Wahrscheinlichkeit gibt, dass das Zyklustief von Bitcoin (BTC) noch vor uns liegt. Damit bleibt seine Bärenmarkt-These gültig, obwohl es im Sommer eine deutliche Rallye gab.
Cowen äußerte dies in einem Video-Interview. Er verwies auf den realisierten Bitcoin-Kurs, der bei etwa 53.000 USD liegt. Dies sei die Marke, die Bären noch testen müssen, bevor sie vom Tiefpunkt sprechen können.
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Warum Cowen weiterhin bärisch bleibt
Der Bitcoin-Kurs lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei rund 78.300 USD und ist damit in den vergangenen 24 Stunden um 1,7% gesunken, wie BeInCrypto-Daten zeigen. Cowen gab seine Einschätzung ab, nachdem Bitcoin bereits ungefähr 40% vom Sommertief gestiegen war.
Nach Ansicht von Cowen reicht diese Rallye allein nicht aus, um einen Boden zu bestätigen. Er merkte an, dass Bitcoin in den Jahren 2018 und 2022 ähnliche oder sogar größere Kursanstiege zeigte. Dennoch fiel der Kurs in beiden Jahren im vierten Quartal erneut.
Cowen erklärte, dass die Annahme, das Muster werde diesmal anders verlaufen, ein Fehler sei, den Trader in früheren Zyklen bereits gemacht hätten. Dies gelte auch, wenn sich seine aktuelle Prognose als falsch herausstellen sollte.
„Ich würde sagen, es besteht wahrscheinlich zu 65% die Chance, dass das Tief noch vor uns liegt, und zu 35%, dass es bereits hinter uns liegt.
Benjamin Cowen
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Cowen verwies auf den realisierten Bitcoin-Kurs, also die aggregierten Anschaffungskosten im Netzwerk, als historischen Indikator für Zyklustiefs. Dieser Wert liegt aktuell bei etwa 53.000 USD. Auch die frühere Berichterstattung von BeInCrypto zum Tief im vierten Quartal hob diese Marke als wichtige Schwelle hervor.
Cowen sagte, dass in jeder vorherigen Bärenmarktphase eines Zwischenwahljahres der Boden unterhalb dieser Linie erreicht wurde. Der genaue Monat variiert von Zyklus zu Zyklus deutlich.
Der Analyst argumentiert schon lange, dass Bitcoin einem Vier-Jahres-Zyklus folgt. Tiefpunkte entstehen seiner Meinung nach meist im vierten Quartal eines Zwischenwahljahres. Ein Tief im Oktober würde das Muster bestätigen.
Was als Nächstes kommt
Cowen ergänzte, dass ein Oktober ohne neues Tief die Chancen zunehmend auf die bullische Seite bringen würde. Er sieht das größere Risiko eher in einer zeitbasierten Kapitulation statt bei einem bestimmten Kursziel.
Er erwartet Gegenwind für Bitcoin in etwa den nächsten anderthalb Monaten. Mit dem Fortschreiten des vierten Quartals geht er davon aus, dass sich immer mehr Bären in Bullen verwandeln werden.
Falls das Muster bricht und die Bären kapitulieren, würde Cowen seine bärische Haltung aufgeben. Unabhängig vom Verlauf des aktuellen Jahres beabsichtigt er, spätestens 2027 wieder bullisch zu werden.
Cowen sagte zudem, dass der Cost-Average-Ansatz oft besser funktioniert als der Versuch, das exakte Tief zu treffen. Er ergänzte, dass es sich dabei nicht um eine Finanzberatung handelt.
Bis dahin betrachtet er die 53.000 USD weiterhin als wichtige Marke anstatt davon auszugehen, dass der Boden bereits erreicht wurde.

